Grüne Branche

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit: gemeinsam gegen die Kirschessigfliege

Die Ausbreitung der Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) ist seit 2011 ungebremst. Um praxistaugliche Strategien gegen diesen Schädling zu entwickeln, ist jetzt eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen der schweizer Forschungsanstalt Agroscope, den kantonalen Fachstellen in Thurgau, St. Gallen und Zürich sowie mehreren Institutionen der Bodensee-Region (Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee in Ravensburg, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Bayrische Landesanstalt für Landwirtschaft, Landwirtschaftskammer Vorarlberg) zustande gekommen. 

Wie Agroscope am 19. September mitteilte, erreichen die Fallenfänge während der Haupterntezeit im Herbst dieses Jahres nun vielerorts Höchstwerte. Gemeinsam soll ein Bekämpfungs-Projekt gestartet werden, welches bis Ende 2014 finanziell gefördert wird durch das Regionalprogramm der Europäischen Union zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von Interreg IV „Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein“.

Laut Information sollen für verschiedene Kulturen praxistaugliche Fallensysteme und Lockstoffe geprüft werden. Maßnahmen, die sich positiv auswirken, sollen zudem weiter optimiert werden: etwa vorgezogene Erntetermine, die Erhöhung der Erntefrequenz und die rasche Kühlung des Erntegutes. (ts)