Grüne Branche

Größe als Herausforderung

Der denkmalgeschützte Braunschweiger Hauptfriedhof gehört mit mehr als 42 Hektar zu den größten kirchlichen Friedhöfen in Deutschland. In diesem Jahr feiert er sein 125-jähriges Jubiläum. Seine Größe und die Lage in unmittelbarer Nachbarschaft von Stadtfriedhof sowie Katholischem Friedhof sind eine Herausforderung. Durch den deutlich spürbaren Wandel in der Bestattungskultur entstehen immer mehr freie Flächen und die gestalterische Struktur befindet sich in einer fortwährenden Anpassung.

Die Hauptkapelle direkt am Haupteingang des Braunschweiger Hauptfriedhofes. Foto: Martina Borowski

„Eigentlich würden wir mit 14 bis 16 Hektar Nutzungsfläche auskommen“, erklärt Guido Haas, Leiter des Braunschweiger Hauptfriedhofs. Das würde ziemlich genau dem alten Teil des Friedhofs von 1887 entsprechen, rund um die alte Hauptkapelle direkt hinter dem Haupteingang. Der hintere Teil des Friedhofs grenzt an eine Bahnlinie. Hier werden schon seit 2007 keine neuen Nutzungsrechte mehr vergeben. Die Friedhofsnutzer möchten laut Haas sowieso lieber eine Grabstätte im vorderen Friedhofsbereich. Das habe etwas mit der Erreichbarkeit zu tun, aber auch mit der „gefühlten Sicherheit". „Je dichter die Grabstätte am Eingang liegt, desto besser“, sagt Haas, „je weiter in Richtung Bahnlinie, desto schlechter.“

Außerdem möchte der Friedhofsverwalter eine zusammenhängende Fläche entwicklen, die dann neu genutzt werden kann. Denn, so Haas: „Wir haben zwar viel freie Fläche, aber keine Fläche ist richtig frei.“ Ziel sei in dem hinteren Friedhofsbereich eine parkartige Gestaltung mit Strauchgruppen und Solitärgehölzen und einer extensiven Wiesenbewirtschaftung. Mehr dazu in der September-Ausgabe der Friedhofskultur ab Seite 11.