Grüne Branche

Großbrand im Compo Werk Krefeld unter Kontrolle – Löscharbeiten dauern noch mehrere Tage an

Der Großbrand bei Compo, der am Dienstagmorgen gegen 7 Uhr in der zentralen Lagerhalle am Standort Krefeld ausgebrochen war, konnte inzwischen gelöscht werden, informiert der Düngemittelhersteller. Gegen nach wie vor schwelende Glutnester gehen die Einsatzkräfte laut Compo zurzeit mit speziellem technischen Gerät vor. Diese Maßnahmen dauern den Angaben zufolge voraussichtlich noch mehrere Tage an. 

Die Löscharbeiten im Compo-Werk in Krefeld werdem vermutlich noch mehrere Tage andauern. Foto: Andreas Drabben/Samla

Wie es weiter heißt, seien laut den zuständigen Behörden sechs Einsatzkräfte während den Löscharbeiten verletzt worden. Unter den Mitarbeitern des Düngemittelherstellers Compo habe es keine Verletzten gegeben. Die vorsorglichen Warnungen der Behörden wurden den Angaben zufolge inzwischen teilweise aufgehoben.

Laut Compo befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes in der Lagerhalle Dünger auf Basis von Ammoniumnitrat, Ammoniumphosphat, Magnesiumsulfat, Kaliumsulfat, Calciumsulfat, sowie Spurenelementverbindungen. Außerdem waren in der Halle nach Firmenangabe Kaliumchlorid, Kaliumsulfat, Rohphosphat und Kieserit (Magnesiumsulfat) gelagert.

Die Untersuchungen zur Schadenshöhe dauern den Angaben zufolge noch an. Die Produktionsanlagen auf dem Werksgelände seien durch den Vorfall nicht unmittelbar betroffen. Wie es weiter heißt, sei es jedoch zu Schäden an der Zu- und Abführung einer der Produktionsanlagen gekommen. „Unser Ziel ist es eine rasche Wiederaufnahme der Produktion zu gewährleisten. Dazu arbeiten wir zunächst in enger Abstimmung mit den lokalen Behörden an einer provisorischen Lösung, bevor wir über die nächsten Wochen ein langfristiges Konzept für die Wiederaufnahme aller Aktivitäten am Standort entwickeln“, sagte dazu Jens Averdiek, Mitglied der Geschäftsführung von Compo.

Die Anlagen am Standort Krefeld stellen laut Compo aufgrund der Lagermengen von druckverflüssigtem Ammoniak einen Betriebsbereich im Sinne des Bundes-Immissionsschutzgesetz dar, für den die erweiterten Pflichten entsprechend der Störfallverordnung anzuwenden sind. Die daraus entstehenden Pflichten habe Compo zu jeder Zeit erfüllt, teilte das Unternehmen mit. (ts)