Grüne Branche

Großbrand in Gönnebek: Totalschaden an B&B-Kulturen

Ein Großfeuer in einer Gärtnerei in Gönnebek hat am frühen Morgen des 29. März 5.500 Quadratmeter Gewächshausfläche komplett zerstört. Menschen wurden bei dem Feuer nicht verletzt, so die Angaben des Kreisfeuerwehrverbandes Segeberg. 

Weitere Gewächshäuser sowie die Verkaufseinrichtung blieben unbeschädigt. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat ein technischer Defekt den Brand verursacht, so die Polizeiangaben. Die Gartenbau-Versicherung (GV) geht von einem Schaden in Höhe von 300.000 bis 500.000 Euro aus.

Um kurz nach drei Uhr morgens entdeckten nach Polizeiangaben zwei Mitarbeiter einer Gärtnerei in der Gärtnersiedlung Gönnebek Rauch sowie offene Flammen im Produktionsbereich der Gärtnerei. In dem brandbetroffenen Bereich wurden viele Plexiglasscheiben verbaut, die durch das Feuer schmolzen und zu Boden tropften. Erst gegen fünf Uhr war das Feuer unter Kontrolle.

Insgesamt waren etwa 100 Feuerwehrkräfte im Einsatz, zum Teil mit schwerem Atemschutz. Das Feuer konnte sich nach Angaben der GV durch die noch vorhandenen alten, entflammbaren (B3-) Energieschirmtücher rasch ausbreiten. Brennendes Schirmmaterial fiel auf die Kunststoffauflagen der Mobiltische herunter auf denen keine Kulturen oder diese nicht Topf an Topf standen, und entzündete die Auflagen.

Die Flammen hinterließen stark verrußtes bis komplett zerstörtes Glas, teils erheblich verformte Gewächshauskonstruktionen sowie einen Totalschaden der Kulturen, die aus verkaufsfertigen Begonien und blühenden Topfpflanzen bestanden.

Brandsachverständige vom Landeskriminalamt hatten am 4. April die Brandstelle begutachtet. Mit großer Wahrscheinlichkeit kommt ein technischer Defekt als Brandursache in Frage, teilte Lothar Bienert zuständiger Ermittler der Kriminalpolizeistelle Bad Segeberg der TASPO auf Nachfrage mit. In Richtung Brandstiftung werde noch weiter ermittelt, doch gebe es derzeit keine richtigen Hinweise. (ots/gv/rh)