Großbrand verursacht Personen- und Millionenschaden

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky

Im nordrhein-westfälischen Goch bei Kleve ereignete sich Ende der vergangenen Woche ein Großbrand in einem Großhandel für Gartenprodukte, bei dem durch heftige Explosionen zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr verletzt wurden. Den entstandenen Schaden schätzte die Feuerwehr auf etwa 1,5 Millionen Euro.

Flammen breiten sich blitzschnell aus

Gegen 15.30 Uhr am Nachmittag des vergangenen Freitags wurde der Feuerwehr ein Brand in einem Gewerbebetrieb am Höster Weg in Goch gemeldet. Das aus noch ungeklärter Ursache in Brand geratene freistehende Gebäude eines Großhändlers für Blumen- und Gartenprodukte befindet sich in unmittelbarer Nähe der Bundesstraße 67 sowie neben der Bahnstrecke des RE10. Zunächst brannte es von der Bundesstraße aus gesehen im linken hinteren Bereich des Grundstücks, wo neben dem Gebäude zahlreiche Paletten gelagert waren. Die Flammen schlugen durch ein Tor in die Halle ein, in der sich große Mengen an Düngemitteln befanden. Von hier aus breitete sich das Feuer blitzschnell auf die gesamte Halle aus. ´

Feuerwehrleute durch Explosionen verletzt

Minuten nach Eintreffen der ersten Feuerwehr-Kräfte kam es zu einer massiven Rauchgasdurchzündung, in deren Folge zwei Feuerwehrleute teils schwer verletzt wurden. Durch die Explosionen erlitten die 46 und 36 Jahre alten Einsatzkräfte der Feuerwehr Goch Brandverletzungen an Gesicht und Händen. Die Feuerwehrleute waren unter schwerem Atemschutz auf der rechten Seite des Gebäudes im Einsatz. Durch die von der Explosion erzeugten Druckwelle wurde einer gegen ein abgestelltes Fahrzeug geschleudert und von Trümmerteilen getroffen. Beide wurden mit Rettungshubschraubern in Spezialkliniken geflogen, wobei die Verletzungen des 36-Jährigen leichter ausfielen und er das Krankenhaus nach dem Wochenende wieder verlassen konnte. Über den Gesundheitszustand des 46-Jährigen teilte die Feuerwehr keine weiteren Details mit. Nach der Durchzündung stand fest, dass die Halle nicht zu halten ist. Daher war es das Ziel, eine Brandausbreitung auf benachbarte Gebäude sowie auf die Vegetation im Bereich der Bahnschienen zu verhindern. Die Bahnstrecke und die B67 wurden zudem gesperrt.

Schaden auf 1,5 Millionen Euro geschätzt

Auch einige Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Goch wurden durch die Explosionen beschädigt. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner dazu aufgerufen, Türen und Fenster geschlossen zu halten und sich in ihren Wohnungen aufzuhalten. Da die Halle durch den Brand einsturzgefährdet ist, darf sie nicht mehr betreten werden und wurde zudem auch für Ermittlungsarbeiten zur Brandursache von der Polizei beschlagnahmt. Die Feuerwehr warnte zudem davor, dass kontaminiertes Löschwasser möglicherweise in die Kanalisation und damit in die Niers gelangt sei. Mitte der Woche solle die Analyse des Wassers abgeschlossen sein und eine Entwarnung gegeben werden, bis dahin bestehe die Warnung der Feuerwehr. Es solle demnach vorerst darauf verzichtet werden, Wasser zu entnehmen, hierin zu baden oder Tiere daraus trinken zu lassen. Rund 200 Einsatzkräfte befanden sich in der Spitze am Einsatzort und bekämpften den Brand rund 19 Stunden lang. Der entstandene Sachschaden wird vorläufig auf 1,5 Million Euro geschätzt. Neben dem völlig zerstörten Gebäude wurden auch mehrere auf dem Gelände abgestellte Fahrzeuge, unter anderem ein Sattelauflieger, zerstört.

Cookie-Popup anzeigen