Grüne Branche

Großprojekt für Gemüse in Russland geplant

In der südrussischen Region Krasnodar entsteht ab diesem Jahr voraussichtlich ein großes Gemüsebauprojekt, wobei Firmen der deutschen Gartenbauindustrie maßgeblich beteiligt sind. Eine der auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin mit Russland vereinbarten Handelsverträge betrifft dieses Vorhaben. Eine Pressemitteilung der Internationalen Grünen Woche gab hierzu eine Summe von 103,5 Millionen Euro an. Das in der südrussischen Stadt Kropotkin ansässige Unternehmen Stoljarovo habe eine Übereinkunft mit dem deutschen Gewächshaushersteller Kräss GlasCon GmbH abgeschlossen. Wie Kräss GlasCon-Geschäftsführer Wolfgang Kräss hierzu auf Anfrage mitteilte, ist es zunächst nur eine Absichtserklärung. Einige Fragen der Finanzierung und Bürgschaften seien noch nicht vollständig geklärt. Hermes-Garantien wurden angefragt. Kommt das Projekt zustande, wird es nach Angabe von Kräss durch Conflora abgewickelt. In dieser Organisation arbeiten die Firmen Kräss GlasCon (Pfaffenhofen), Knecht (Metzingen) und ein holländischer Gewächshaushersteller (Van Dorssen en Frensch B.V.) zusammen.

Entstehen soll eine große Produktionsanlage für Gemüse, hauptsächlich Tomaten. Geplant sind acht Bauabschnitte, wobei der erste Teil mit einer Fläche von sechs Hektar schon bis Ende 2008 abgeschlossen sein könnte. In der Endstufe sollen es 48 Hektar sein. Der genannte Betrag von 103,5 Millionen Euro bezieht sich auf das gesamte Projekt. Er umfasst neben den vorgesehenen Gewächshäusern und Wirtschaftsgebäuden ebenso infrastrukturelle Maßnahmen sowie Zoll, Steuern und andere Nebenkosten.