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Grüne Charta von der Mainau

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Vor 55 Jahren wurde auf der Insel Mainau die „Grüne Charta von der Mainau“ unterzeichnet. Sie fordert bis heute eine pflegende, gestaltende, und planvolle Naturschutzararbeit. Damit bleibt das historische Dokument vor allem im Hinblick auf die Debatte um das Stadtgrün aktuell.

Die "Grüne Charta von der Mainau" ist für den Zentralverband Gartenbau ein wichtiger Impulsgeber in der Debatte um das Thema Stadtgrün. Foto: Fotolia Aintschie

„Grüne Charta von der Mainau wichtiger Impulsgeber“

Der Zentralverband Gartenbau bezeichnet die „Grüne Charta von der Mainau“ als wichtigen Impulsgeber, wenn es um Grünanlagen in Städten geht. „Im Sinne der ‚Grünen Charta von der Mainau‘ sehe ich den Weißbuchprozess der Bundesregierung als wichtigen Meilenstein, um durch mehr und gepflegteres Stadtgrün gesunde Lebens- und Erholungsräume zu schaffen“, so ZVG-Präsident Jürgen Mertz.

Seit 1957 trafen sich auf der Insel Mainau auf Einladung von Graf Lennart Bernadotte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft zu den Mainauer Rundgesprächen, aus denen die „Grüne Charta von der Mainau“ entstand. Schließlich stellte das Wirtschaftswunder die Bundesrepublik vor viele ökologische Herausforderungen.

Debatte Stadtgrün: ZVG-Gründungspräsident unterzeichnete Charta

„Die Grüne Charta ist Ausdruck einer wichtigen umweltpolitischen Bewegung nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Unterschrift des ZVG-Gründungspräsidenten Dr. h.c. Ernst Schröder war auch für uns als Dachverband des deutschen Gartenbaus richtungsweisend“, macht Mertz zudem auf die historische Bedeutung des Dokumentes aufmerksam.

Zierpflanzen und Gehölze sowie Parks, Alleen und Friedhöfe trügen zur Biodiversität in den Städten und um sie herum bei. „Sie machen eine Stadt attraktiv für Touristen und sind Grundlage für soziale und kommunikative Erholungsflächen in der Stadt. Auch Gartenschauen sind für die Stadtentwicklung von großer Bedeutung“, heißt es in der Verbandsmitteilung weiter.