Grüne Branche

Günstige Bedingungen: Massenauftreten von Rindenläusen zu beobachten

Läuse in der Größe kleiner Käfer, die Beratung im Facheinzelhandel dürften gerade in diesem Frühjahr verstärkt mit Fragen besorgter Gartenbesitzer zum Thema Rindenläuse zu tun haben. Wie Dr. Martin Hommes vom Institut für Pflanzenschutz im Gartenbau der Biologischen Bundesanstalt (BBA) erläutert, können Rindenläuse in Massen auftreten, was durch milde Winter und warmes, schönes Wetter ohne starken Regen und Winde im Frühjahr begünstigt wird. Und in diesem Jahr ist das der Fall.

Ein Problem für die gärtnerische Produktion sind Rindenläuse nach Ansicht des Pflanzenschutz-Experten in der Regel kaum. Sie dürften eher in der Beratung besorgter Privatkunden eine Rolle spielen. Laut Hommes sind unter den Rindenläusen immer wieder auch neue Arten zu finden, wie die vor einigen Jahren eingeschleppte Colorado-Tannen-Rindenlaus (Cinara curvipes). Sie sei mittlerweile in fast ganz Deutschland zu finden, allerdings in erster Linie nur an Coloradotannen (Abies concolor).

Das massenhafte Auftreten der Rindenläuse ist nach Informationen der BBA in diesem Frühjahr an verschiedenen Nadelbäumen zu beobachten. Wegen ihrer für Läuse stattlichen Größe von drei bis fünf Millimetern hielten Laien sie oft für Käfer. Aber spätestens wenn sie mit ihrem klebrigen Honigtau nicht nur die Stämme ihrer Wirtspflanzen, sondern auch Gartenbank, Terrasse oder Auto beschmutzen, wird das Problem offensichtlich, und Fragen nach Bekämpfungsmaßnahmen werden laut. Dazu lässt sich laut BBA aber Entwarnung geben, denn die befallenen Nadelbäume tolerieren den Saftentzug durch die Läuse recht gut. Das Problem sei überwiegend kosmetischer Natur. Weiter Informationen zu diesem Thema lesen Sie in der aktuellen TASPO Ausgabe Nr. 18