Grüne Branche

GVN: Verbandsstrukturen für den Weg zum Regionalverband Gartenbau Norddeutschland fit gemacht

Im Rahmen des 5. Norddeutschen Gartenbautages in Wittenburg (Mecklenburg-Vorpommern) hat der Gartenbauverband Nord e.V. (GVN) seine umfassende Verbandsstrukturreform erfolgreich abgeschlossen. Hierzu trat erstmalig nach neuer Satzung die Mitgliederversammlung aller ordentlichen und institutionellen Mitglieder zusammen, also keine Delegierten mehr, und wählte den neuen Geschäftsführenden Vorstand. Die bisherigen Amtsinhaber wurden dabei im Amt bestätigt. 

Zur Wiederwahl als Präsident des Gartenbauverbandes Nord erhielt Andreas Lohff, Lübeck (2. v. r.), die Glückwünsche der Präsidenten der neuen GVN-Landesgruppen (v.l.) Andreas Kröger (Hamburg), Thomas Heinemann (Mecklenburg-Vorpommern) und Dr. Hans Hermann Buchwald (Schleswig-Holstein). Foto: GVN

Andreas Lohff, Inhaber eines Friedhofsgartenbaubetriebes in Lübeck, wählten die Mitglieder in fünfter Amtszeit erneut zum GVN-Präsidenten. Arno Albers, Schnittblumenproduzent aus Hamburg, wurde zum Vizepräsidenten bestimmt. Schatzmeister bleibt Manfred Piepereit, Inhaber eines Gartenfachmarktes in Hamburg. Mit der Wahl des Geschäftsführenden Vorstandes wurde die vor zwei Jahren beschlossene Reform der Verbandsstruktur umgesetzt. „Es ist vollbracht – wir können nun optimistisch nach vorne schauen und auf den vielleicht ersten Regionalverband Gartenbau Norddeutschland zuarbeiten“, freute sich Präsident Andreas Lohff.

Mit der Verbandsstrukturreform soll unter dem Eindruck des anhaltenden Strukturwandels im norddeutschen Gartenbau die Leistungsfähigkeit des GVN als Dienstleister für Mitglieder und Berater für Politik und Verwaltung gesichert werden.

Die beschlossenen Satzungsänderungen im Überblick:

  1. Abschaffung des Delegiertenprinzips nach fachlichem und regionalem Proporz auf allen Verbandsebenen – direkte und gleichberechtigte Mitwirkung der Mitglieder in Fachgruppen, Landesgruppen und der Mitgliederversammlung des Verbandes.
  2. Bildung von drei Landesgruppen Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern zur Vertretung regionaler Interessen der Mitglieder in den Bundesländern und vor Ort (Entbindung der Kreisverbände von Rechten und Pflichten). Die Landesgruppen berufen nach Bedarf Kreisgärtnermeister/-innen.
  3. Verschlankung der Verbandsführung (Präsidium und Vorstand): Vorsitzende der Fachgruppen (derzeit 5), die Landespräsidenten der Landesgruppen (3) sowie der neue Vorstand (Präsident, Vizepräsident und Schatzmeister). Die Vorstandsmitglieder werden in der GVN-Mitgliederversammlung gewählt; die weiteren Präsidiumsmitglieder in ihrem jeweiligen Gremium.


Mit der neuen Verbandsstruktur werden folgende Vorteile verknüpft:

  • Strukturwandel mit Mitgliederrückgang wird berücksichtigt – weniger Ehrenamt erforderlich – Verband bleibt arbeitsfähig;

  • Erhalt einer regionalen Gliederung in einem länderübergreifenden Landesverband;

  • Mehr direkte Demokratie und Mitwirkungsoptionen durch Abschaffung von fachlichem und regionalen Proporz in Gremien und Funktionen (Mitgliederversammlung, Präsidium);

  • Kleines, flexibles Team in der Verbandsführung (Geschäftsführender Vorstand);

  • Alle Interessengruppen gleichberechtigt im Präsidium repräsentiert;

  • Zukunftsfähige Gliederung (Landesgruppen, Fachgruppen) für die weitere Verbandsentwicklung, insbesondere im Hinblick auf die Schaffung eines Regionalverbandes Gartenbau Norddeutschland. (gvn)