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Hagelunwetter: Millionenschäden im Gartenbau

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Hagelkörner mit bis zu vier Zentimetern Durchmesser prasselten in der Nacht auf Montag auf die Gartenbau-Betriebe am Niederrhein – und verursachten Schäden in Millionenhöhe an Gewächshäusern und Freilandkulturen.

Ein Tomatenbetrieb muss die Kulturen aufgrund der Hagelschäden komplett aufgeben. Foto: Gartenbau-Versicherung

Rund drei Millionen Euro Gesamtschäden

Auf insgesamt rund drei Millionen Euro schätzt die Gartenbau-Versicherung die Summe der versicherten Schäden am Niederrhein, die im Zuge eines von Belgien und Luxemburg über den äußersten Westen Nordrhein-Westfalens hinwegziehenden heftigen Gewitters mit Hagel und Starkregen entstanden sind.

Rund 70 Schadenmeldungen waren bei der Gartenbau-Versicherung bereits am Montagvormittag eingegangen – größtenteils aus Freiland-Betrieben, wie es heißt. Teils beachtliche Schäden hätte der Hagel aber ebenso in Gärtnereien mit Gewächshausproduktion hinterlassen, meldet die Versicherung.

Tomatenbetrieb muss Kulturen aufgeben

Besonders schwer erwischt hat es demnach die Unterglas-Betriebe am südlichen Niederrhein, zwischen Brüggen und Nettetal. Ein Tomatenproduzent in dieser Region etwa kann aufgrund der beachtlichen Glasschäden an seinen Gewächshäusern die erst vor rund drei Wochen gestartete Ernte nicht fortführen und muss laut Gartenbau-Versicherung seine Kulturen komplett aufgeben. Allein in diesem Betrieb dürfte der versicherte Schaden im Millionenbereich liegen, heißt es.

Im Freiland waren der Versicherung zufolge vor allem südlich von Straelen gelegene Stauden- und Azerca-Betriebe von dem schweren Unwetter betroffen, informiert die Gartenbau-Versicherung.