Hans Peter Cornils verstorben

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Hans-Peter Cornils, hochverdientes Mitglied der Gärtnergemeinschaft, ist kurz nach Vollendung seines 80. Lebensjahres Ende April verstorben. Den Menschen Hans Peter Cornils und sein herausragendes Wirken für den gärtnerischen Berufsstand zu beschreiben kann immer nur unvollkommen sein.

Einige wichtige Stationen nachfolgend: Sowohl im Zentralverband Gartenbau (ZVG), als auch im Bund deutscher Friedhofsgärtner, im Gartenbauverband Nord, in der – nicht zuletzt durch ihn vorangetriebenen, 1985 gegründeten Landwirtschaftskammer Hamburg, der Ernst-Schröder-Stiftung oder in den Aufsichtsräten von mehreren Bundesgartenschauen, um nur einige zu nennen, war Cornils in den ersten Reihen aktiv. Oft analysierte er die Situationen und brachte mit seinen Ideen zielstrebig Entwicklungen in Gang, die teilweise heute noch Bestand haben, beispielsweise die Einführung des Bereichs Grabmal und Grabbepflanzung auf Gartenschauen oder die Einrichtung der Dauergrabpflege, die noch heute bundesweit durch die Mitglieder der ARGE betreut werden.

Warum dieses starke, mit Leidenschaft ausgeführte ehrenamtliche Engagement für den gesamten Gartenbau? „Manchmal muss man das eine Amt übernehmen, um in dem anderen etwas erreichen zu können“, beschrieb er mir einmal seine Motivation.

1987 erhielt Cornils aus den Händen von Bundespräsident Richard von Weizäcker für seine Verdienste um den Berufsstand und den öffentlichen Bereich das Bundesverdienstkreuz am Bande. Der Berufsstand würdigte Cornils‘ Wirken 1998 mit der Verleihung der Großen Ehrenmedaille in Gold mit Brillanten des ZVG und 1999 mit der Ehrenpräsidentschaft des Gartenbauverbandes Nord.
Zu Beginn meiner beruflichen Tätigkeit kam ich schnell in Kontakt mit Hans-Peter Cornils, denn aufgewachsen bin ich gleich um die Ecke des Betriebes in Hamburg-Altona. Noch in der März-Ausgabe der Friedhofskultur 2012 meldete sich Hans-Peter Cornils mit einem Leserbrief zu Wort, in dem er anmahnte, das Ansehen der Friedhofsgärtner in der Öffentlichkeit durch eine positive Selbstdarstellung zu fördern. Mit seinem Tod verlieren die grüne Branche, die Familie und die Öffentlichkeit einen besonderen Menschen, der seine Umgebung durch seine aufrichtige, zielstrebige und sympathische Art in vielfältiger Weise geprägt hat. - jen - 

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