Grüne Branche

Heizkosten: Vorsicht vor Fallen beim Sparen

"Sparen allein hilft nicht weiter. Es fehlt dann eine Perspektive für die weitere Zukunft." Ohnehin sollte der Blick auf die Heizkosten nicht das Gesamtgeschehen vernachlässigen und den Kulturerfolg gefährden. Gerhard Renker, Zierpflanzenbauberater der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, warnte die Betriebe davor, an der falschen Stelle zu sparen. Im Durchschnitt aller Unterglas-Betriebe mit Topfpflanzenkulturen im Rheinland betrage der Anteil der Heizkosten an den Gesamtgestehungskosten nur acht Prozent. Wesentlich höher fallen die Arbeitskosten mit 28 Prozent oder die Kosten für Jungpflanzen mit 13 Prozent aus. Renker warnte davor, einfach im Winter Kulturflächen still zu legen. Auch diese Fläche müssten im Winter frostfrei gehalten werden, auch das bedeute etwa fünf Liter pro Quadratmeter durch den Winter hindurch, und auch das koste Geld. Hier kann sich schnell eine Falle auftun. Eine Absenkung der Kulturtemperatur um zwei Grad könne sieben Liter Heizöl je Quadratmeter im Winter sparen. Jedoch ist hier viel Sensibilität gefragt, sonst folgen unweigerlich Kulturschäden, so Renker. Auch die übrigen Wachstumsfaktoren sind anzupassen wie die Nährstoffe, die Bewässerung, die Standweiten. Gefahren lauern in Kaltluftseen, wenn die Lüftung fehlt, in der Taupunkt-Unterschreitung, in Wurzelschäden, Ertragsverlusten, Kälteverlusten, in der Festlegung von Spurennährstoffen. Die Kulturen seien nicht so einfach zu steuern. Probleme mit dem Pflanzenschutz können auftreten.