Grüne Branche

Hemmstoffe: Caramba beim Gärtner…

Wer Hemmstoffe in der Kultur einsetzen will, braucht viel Fingerspitzengefühl. Dr. Elke Ueber von der Lehr- und Versuchsanstalt Gartenbau Bad Zwischenahn berichtete über Hemmversuche mit Caramba, Regalis und Topflor an verschiedenen Beet- und Balkonpflanzen.Topflor habe bei vielen Pflanzenarten eine recht gute Wirkung. Die vom Gesetzgeber vorgesehene zweimalige Anwendung reiche aber oft nicht aus, um die Pflanzen in einer ausreichend kompakten Qualität zu produzieren. Das Mittel ist oft auch zu teuer, so Ueber. Caramba zeige bei einigen Pflanzenarten vielversprechende Ansätze. Allerdings sei hier vor allem vor zu hohen Konzentrationen zu warnen, beispielsweise bei Violen nicht mehr als 0,015 Prozent, sonst stoppt das Wachstum. Caramba wirke nicht so gut bei Osteospermum. Es gibt beispielsweise Schäden wie Nekrosen durch zu hohe Konzentration. Probleme können auch mit Regalis auftauchen. Es muss relativ hoch dosiert werden, so Ueber. Allerdings sei hier oft der Anthocyan-Stoffwechel betroffen. Das bedeute, es gibt Probleme, Verfärbungen und Ausfälle bei allen blauen, roten, rosa und violetten Blüten. Die Schwierigkeit bestehe darin, den geeigneten Zeitpunkt für die letzte Regalis-Behandlung zu kennen, sagte Ueber. Wichtig sei, viel Wasser zu verwenden, damit der Stoff lange an der Pflanze haften bleiben kann.