Grüne Branche

Herbstgeschäft 2011: BdB-Landesverbände ziehen Bilanz

Unterschiedlich, doch meist recht gut, schnitten die verschiedenen Produktgruppen in der vergangenen Herbstsaison ab. In unserer TASPO-Umfrage zur Herbstsaison 2011 fragten wir die Landesverbände des Bundes deutscher Baumschulen. Beteiligt haben sich Weser-Ems, Schleswig-Holstein, Westfalen-Lippe, Rheinland, Hessen, Hamburg, Hannover und Württemberg. Sie konnten Schulnoten von 1 bis 6 vergeben. 

Containerfläche mit Koniferen. Foto: BdB

Überwiegend recht gut verlief das Geschäft in der wichtigen Gruppe der Laubgehölze: Westfalen-Lippe, Hannover und Rheinland vergeben jeweils eine 2, Schleswig-Holstein eine 2 minus, Weser-Ems und Württemberg urteilen mit 2 bis 3, Hessen mit 3. Besondere Favoriten in dieser Artikelgruppe waren Solitärgehölze, besondere Veredlungen und Hydrangea, sagt Weser-Ems. Schleswig-Holstein sieht vor allem die Heckenware vorn, besondere Renner in Westfalen-Lippe waren Quercus als Hochstamm, auch Tilia und Acer. Im Rheinland liefen besonders gut die Heckenpflanzen über zwei Meter. Hessen gibt an, dass es hier keinen einheitlichen Trend zu erkennen gibt. Hamburg nennt eine ganze Reihe von besonders gutem Absatz bei Malus, Amelanchier, Carpinus, Quercus, Gleditsia, Crataegus, Fagus und Ligustrum. Als Verlierer im Sortiment bezeichnete Westfalen-Lippe Alnus und Salix. In Hamburg hinkten Prunus und Betula hinterher.

Der Absatz von Koniferen und Immergrünen verlief ebenfalls meist gut bis zufriedenstellend. Das Rheinland gibt eine 2, Weser-Ems wertet 2 bis 3, Westfalen-Lippe eine 2,8, ähnlich auch Württemberg, Hessen eine 3. Schleswig-Holstein benotet die Immergrünen mit einer 3 minus und Koniferen mit 4. Gewinner in dieser Artikelgruppe sind nach Weser-Ems Taxus, Pinus und größere Rhododendron, für Schleswig-Holstein ist es die Heckenware, ebenso wie für Westfalen-Lippe und das Rheinland, und auch Hamburg sieht Taxus vorne. Verlierer allgemein sind wohl die Nadelgehölze, die nicht Heckenware sind, Kleinkoniferen, Kirschlorbeer und Buxus.

Nicht so gut, meist nur befriedigend, verlief der Absatz bei Rosen, was wohl auch der Witterung im Sommer zuzuschreiben ist. Weser-Ems vergab die Note 3, ebenso Schleswig-Holstein, Hamburg und das Rheinland. Eine 3,5 verteilten Westfalen-Lippe, Württemberg und Hessen für die Rosen. In Hessen sieht man die Mengenabsätze nur an den GaLaBau und an weiterproduzierende Container-Betriebe. Besondere Renner waren Bodendeckerrosen in Weser-Ems und in Westfalen-Lippe, Hochstamm-Rosen im Rheinland und Zwergrosen in Hamburg, wogegen hier Containerrosen im C 7,5 weniger gefragt waren.

Die Obstgehölze schnitten im vergangenen Herbst sehr unterschiedlich ab, das reichte von der Schulnote 1 in Hannover, einer 2 in Weser-Ems und im Rheinland, einer 2,5 in Westfalen Lippe und Württemberg, einer 3 in Hessen bis zu einer 3 minus in Schleswig-Holstein. Favoriten waren Beerenobst und Hochstämme in Weser-Ems.

Das Rheinland hebt vor allem Hochstämme, neue Sorten und lokale Sorten hervor und ebenso wie Westfalen-Lippe 3 x v Hochstämme, besonders Malus und Pyrus. Säulen- und Zwergobst liefen besonders gut in Schleswig-Holstein, Äpfel hoben sowohl Hamburg als auch Hannover hervor. Verlierer waren in Westfalen-Lippe Prunus avium Sorten, in Hannover Birnen und in Hamburg Quitten. Zumeist gute Noten erreichte auch der Bereich Landschafts- und Wildgehölze im vergangenen Herbst. (fri)