Grüne Branche

Herbstlaub wird zu Aktivkohle

Eine Forschergruppe der Universität Kassel entwickelt ein Verfahren, um aus Biomasse aus Parks oder von Straßenrändern wertvolle Aktivkohle herzustellen.

Herbstlaub verursacht den deutschen Stadtkämmerern jedes Jahr hohe Kosten, denn die Biomasse wird auf Kompostanlagen entsorgt. Gleiches gilt für Grünschnitt, wie er etwa regelmäßig an Straßenrändern oder in Parks anfällt. Schätzungen besagen, dass jedes Jahr in Nordwesteuropa rund 34 Millionen Tonnen Restbiomasse aus Landschafts- und Stadtpflege ungenutzt bleiben.

Untersucht wird, wie Restbiomasse in smarten, dezentralen Anlagen zu Bio- und Aktivkohle verarbeitet werden kann. Bio- und Aktivkohle sind in der Lage, in Kläranlagen komplexe chemische Verbindungen wie zum Beispiel Medizinrückstande aus dem Wasser filtern.

Die EU fördert das Verbundprojekt „Re-Direct“ mit elf Partnern aus fünf Ländern nun für die nächsten drei Jahre mit rund 3,2 Millionen Euro, davon entfallen 1,3 Millionen Euro auf die Uni Kassel. db

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