Grüne Branche

Hitze: BGL rät, Mängelansprüchen vorzubeugen

Angesichts der anhaltenden extremen Hitze bei gleichzeitiger Trockenheit hat der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) auf die damit einhergehenden Risiken für die Betriebe und den Mehraufwand durch Bewässerung hingewiesen. Doch auch die Friedhofsgärtner haben durch zusätzliches Gießen einen Mehraufwand beispielsweise im Rahmen ihrer Pflegeverträge hinzunehmen, so der Bund deutscher Friedhofsgärtner. Die Pflanzen brauchen eben Wasser.

Dies gilt auch im gärtnerischen Einzelhandel, wo die Hitze laut Bundesverband der Einzelhandelsgärtner auch auf die Kauflaune der Kunden drückt.

Wie der Präsident des BGL, Hanns-Jürgen Redeker, in einer Pressemitteilung seines Verbandes ausführte, leiden unter der anhaltenden trockenheißen Witterung besonders Neupflanzungen und Neuansaaten. Bei ihrer Pflege gebe es durch Bewässerungen und andere Schutzmaßnahmen erhebliche Mehraufwändungen für die Betriebe des GaLaBaues. Neben Trocken- oder Hitzeschäden könne es sogar zu ganzen Pflanzenausfällen kommen.

Den GaLaBau-Fachbetrieben mit ihrem Wissen um die Zusammenhänge und Bedürfnisse rund um die Pflanze und Vegetation rät Redeker: "Denjenigen Auftraggebern, die nicht über das erforderliche Fachwissen zum Wässern verfügen, sollte unbedingt die Notwendigkeit des ausreichenden Wässerns schriftlich mitgeteilt werden." Dieses gelte auch für bereits abgenommene Anlagen, die sich noch in der Frist für Mängelansprüche befinden. Der BGL-Präsident erklärte dazu außerdem: "Da es schnell zu Schäden kommen kann, ist unverzügliches Handeln notwendig. Es muss eine schnelle Entscheidung des Auftraggebers herbeigeführt werden. Lehnt der Auftraggeber das erforderliche Wässern ab, so trägt er das Risiko möglicher Schäden."

Vergütungsanspruch anmelden

Doch wer muss für das Wässern bezahlen? Wie Redecker betont, gehören das Wässern und weitere Schutzmaßnahmen zum Abwenden von Trocken- und Hitzeschäden selbstverständlich zu den Leistungen, die der Auftraggeber zu vergüten habe. Sofern hierzu keine vertraglichen Regelungen existierten, seien diese Arbeiten vor der Ausführung zu vereinbaren und deren Vergütung festzulegen. Kann eine Entscheidung des Auftraggebers kurzfristig nicht herbeigeführt werden, sollte nach Ansicht des BGL-Präsidenten "der Auftragnehmer prüfen, ob er auch ohne Auftrag Bewässerungsgänge (zum Beispiel zur Vermeidung des unabwendbaren, vom Auftragnehmer nicht zu vertretenden Umstandes) ausführt." In diesen Fällen seien alle Maßnahmen genau zu dokumentieren und dem Auftraggeber schriftlich mitzuteilen. Auch hier habe der Auftraggeber die Leistungen zu vergüten.