Hitzeverträglich: Rhododendron yakushimanum ʻSilverbudʼ

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Große Blüten mit leichtem, süßlichen Duft zeigt Rhododendron yakushimanum ʻSilverbudʼ. Foto: Bischoff Rhodokulturen

Mit seiner Hitzeverträglichkeit konnte Rhododendron yakushimanum ʻSilverbudʼ in den vergangenen trockenen und heißen Sommern bereits einige Produzenten überzeugen. Bischoff Rhodokulturen will diese und weitere Sorten während der Oldenburger Vielfalt in den Blickpunkt rücken – ebenso wie die ökologische Produktionsweise in dem Edewechter Betrieb.

Yakushimanum-Hybriden und Rhododendron-Edelsorten

ʻSilverbudʼ ist eine von 20 Yakushimanum-Hybriden, die Bischoff Rhodokulturen im Sortiment hat. Die Sorte sei vom Wuchs mit ʻKoichoro Wadaʼ vergleichbar und stelle mit ihren silberfarbenen Blütenknospen und dem besonders hellen Indumentum eine schöne Erweiterung im Bereich der Blattschönen dar. Zur Blütezeit zieht ʻSilverbudʼ außerdem mit seinen großen Blüten die Blicke auf sich und betört mit einem leichten, süßlichen Duft.

Daneben bietet Bischoff Rhodokulturen nach eigenen Angaben etwa 50 bewährte Rhododendron-Edelsorten wie ʻAzurroʼ, ʻFurnivall’s Daughterʼ, ʻGomer Watererʼ, ʻGoldinettaʼ oder ʻEratoʼ an. Eine besondere, relativ unbekannte großblumige Sorte ist Bischoff zufolge ʻRhododendronpark Graal-Müritzʼ. „Diese Sorte ist aufgrund ihres schönen Wuchses, dem gesunden Blatt, der guten Kultivierbarkeit und vor allem aufgrund der auffälligen lila-blauen Blüte mit schwarzem Fleck in Kultur“, erklärt die Baumschule.

Bischoff produziert seit über 25 Jahren Rhododendron-Jungpflanzen

Der Betrieb in Edewecht produziert seit mehr als 25 Jahren Rhododendron-Jungpflanzen – auf derzeit fünf Hektar Container- sowie 4.000 Quadratmeter Gewächshausfläche und „mit gutem Preisgefüge“, wie Bischoff betont. Je nach Sorte werden die Jungpflanzen, die den Angaben zufolge ausschließlich an Baumschulen um In- und Ausland gehen – als Stecklinge oder Ammenveredlung vermehrt. Die etwa 750.000 Rhododendron-Jungpflanzen im Ein-Liter-Container eignen sich dabei vor allem für die Weiterkultur im Drei- bis Fünf-Liter-Container und erreichen nach einer Wachstumsperiode eine Größe von 30/40 Zentimeter. Die rund 150.000 mit 20/30 Zentimeter größeren und ein Jahr älteren Rhododendron-Jungpflanzen im Zwei-Liter-Container werden dagegen bei den Kunden idealerweise im Fünf- bis 7,5-Liter-Container weiterkultiviert, um stärkere Versandware nach einem Kulturjahr zu bekommen, so Bischoff.

Nachhaltige Produktion mit biologischem Pflanzenschutz und torfreduziertem Substrat

Während der Oldenburger Vielfalt vom 17. bis zum 21. August können Fachbesucher aber nicht nur das gesamte Produktionsprogramm und die Jungpflanzen-Qualität von Bischoff Rhodokulturen begutachten, sondern sich auch ein Bild von der ökologischen Produktionsweise des Betriebs machen. Wie das Edewechter Unternehmen erklärt, werden alle Rhododendren unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit produziert. So verzichtet Inhaber Hajo Bischoff nach eigenen Angaben etwa komplett auf den Einsatz von Herbiziden und Neonicotinoiden und setzt stattdessen auf biologischen Pflanzenschutz wie die Verwendung von Nützlingen.

Weitere nachhaltige Aspekte sind Bischoff zufolge unter anderem eine wasserschonende Produktion, die Reduzierung des Torfanteils im Substrat um 50 Prozent durch Kokosfaser und Perlite sowie die Photovoltaik-Anlage auf dem baumschuleigenen Hallendach, die rund 55.000 kWh Strom erzeugt und den Betrieb in Edewecht zum Netto-Einspeiser macht.

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