Grüne Branche

Hochallergene Ambrosia: Bayern beginnt mit Bekämpfungsaktion

Rechtzeitig vor Blühbeginn startet Bayern ab sofort die Bekämpfungsmaßnahmen gegen die hochallergische Ambrosia-Pflanze. Bayerns Gesundheitsstaatssekretär Otmar Bernhard stellte am 22. Juni in München das Aktionsprogramm 'Ambrosiabekämpfung in Bayern 2007' vor. Ziel ist, die Ausbreitung des Beifußblättrigen Traubenkrauts so weit wie möglich zu unterbinden. Unter Federführung des Umweltministeriums wurden zusammen mit Landwirtschaftsministerium, Innenministerium, Wirtschaftsministerium, der Landesanstalt für Landwirtschaft sowie dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit die geeigneten Bekämpfungsstrategien erarbeitet. Wenn das Kraut nicht in Griff zu bekommen sei, drohten enorme gesundheitliche und finanzielle Belastungen. Bereits jetzt würde der Allergie-Auslöser die Gesundheitskassen jährlich mit bis zu 47 Millionen Euro belasten. Da Ambrosia einjährig ist, sei oberstes Ziel die Verhinderung der Samenproduktion. Alle Ambrosia-Bestände mit mehr als 100 Pflanzen sollten bei der örtlich zuständigen Kreisverwaltungsbehörde möglichst mit Fotos gemeldet werden. Einzelpflanzen und kleine Bestände im Garten sollte jeder möglichst vor der Blüte mit der Wurzel ausreißen und im Restmüll entsorgen. Um Hautreaktionen zu vermeiden, sind vorsorglich Handschuhe zu tragen. Blühende Pflanzen am besten mit Handschuhen und Mundschutz ausreißen und in einer Plastiktüte in den Restmüll geben. Allergiker sollten diese Arbeiten nicht selbst durchführen. Weitere Informationen, Bilder und Meldeformular unter www.stmugv.bayern.de, www.lgl.bayern.de und www.lfl.bayern.de