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Hochbeet Hamburg: Urban Gardening für Unternehmen

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Hochbeete bietet inzwischen jedes Gartencenter, jeder Baumarkt an. Die Initiatoren von Hochbeet Hamburg – Petra Weinstein und Sven Scott Kirkwood – haben sich jedoch eine Zielgruppe ausgeguckt, die bisher zum Thema Urban Gardening wenig bis gar nicht beackert wurde: Unternehmen.

So präsentiert sich Hochbeet Hamburg auf seiner Webseite im Internet. Foto: Screenshot

Teambildend: Mitarbeiter bepflanzen Hochbeete

Angeboten werden diesen mit Schwerlastrollen bestückte Hochbeete mit der Grundfläche einer Europalette. In die können Mitarbeiter der Firmen, anfangs mit Anleitung durch das Team von Petra Weinstein, alles Mögliche pflanzen und später ernten. Auf Wunsch kann dieses Basis-Modul etwa durch Sitzgelegenheiten oder Beschattungs- und Bewässerungssysteme erweitert werden.

Nun kann es reizvoll sein, die Mittagspause im Unternehmen mit einer eigenen kleinen Ernte zu beginnen. Viel wichtiger aber erscheinen die psychologischen Momente. Gemeinsames Gärtnern kann sehr kommunikativ sein, ganz sicher ist es ein Plus bei der Teambildung. Wer pflanzt, der übernimmt zudem Verantwortung – ein wesentlicher Aspekt auch in Unternehmensabläufen.

Gemeinsam gärtnern und entschleunigen

Zugleich ist das gemeinsame Gärtnern aber ebenfalls ein spielerischer Vorgang, ein Moment der Entschleunigung. Und jeder, der schon einmal etwas gepflanzt hat, weiß: Es gibt kaum eine bessere Tätigkeit, um abzuschalten, die Gedanken frei laufen zu lassen, sprich: um zu denken.

Um die Zielgruppe der Unternehmen anzusprechen, setzen Petra Weinstein und Sven Scott Kirkwood (übrigens ein klassisches Familienunternehmen aus Tante und Neffe), nicht nur auf ihre Internet-Präsenz www.hochbeet-hamburg.de. So wurde im Magazin der Hamburger Handelskammer eine Text-Anzeige gestaltet, mittels der das Projekt erläutert wurde. Daraufhin gab es auch schon Anfragen, darunter ein größeres Hochbeet-Projekt für eine Stiftung.

Hochbeet-Team in den Medien und auf Messen präsent

Im April war das Hochbeet-Team von Petra Weinstein, die seit Jahren schon professionell mit ihrer Balkonberatung und dem Pflanzservice breite Erfahrungen gesammelt hat, auf einer Hamburger B2B-Messe präsent. Kurz vor Ostern hat sie auf einer Veranstaltung der Evangelischen Familienbildung einen ersten Balkonpflanz-Workshop gehalten.

Dieser Workshop wurde auch vom „Hamburger Abendblatt“ wahrgenommen, der fast einseitige Beitrag dazu erschien (auch mit einer Passage zu dem Hochbeet-Projekt) Mitte April, also punktgenau zum diesjährigen Beginn der Pflanzzeit. Und am 6. Mai wurde das Hochbeet-Projekt auf dem Seniorentag des Kiekebergmuseums vorgestellt.

Zielgruppe in kürzester Zeit erweitert

All das zeigt: Die ursprüngliche Zielgruppe von Hochbeet Hamburg, Unternehmen, wurde schon in kürzester Zeit erweitert. Was nur logisch erscheint, denn die oben aufgeführten psychologischen Momente von Teambildung, Kommunikation, kreativer Entschleunigung und spielerischen Aspekten sind natürlich für Seniorenheime bis hin zu Event-Agenturen (die aktuell nach Tools mit Handarbeit förmlich suchen) gleichermaßen interessant.

Dieser Beitrag erschien in der TASPO 19/2018 im Rahmen der Serie „Was läuft online?“. Darin beleuchten wir regelmäßig neue Start-ups, bemerkenswerte Online-Angebote und neue Player im digitalen Markt für Blumen und Pflanzen.