Grüne Branche

Höchstwerte für Pflanzenschutzmittel EU-weit festlegen

Ohne Aussprache haben die EU-Agrarminister Ende Januar die neue Verordnung über Höchstgehalte von Pflanzenschutzmittelrückständen in Lebens- und Futtermitteln verabschiedet. Damit werden die zulässigen Rückstandshöchstmengen künftig auf EU-Ebene festgelegt. Für die 388 Wirkstoffe, die voraussichtlich auf dem Markt bleiben werden, sieht die Verordnung ein zweistufiges Verfahren vor. Zunächst werden vorläufige EU-Höchstwerte "auf dem niedrigsten Niveau festgelegt, das in allen Mitgliedstaaten auf der Grundlage der guten Agrarpraxis erreicht werden kann“. Anschließend werden endgültige Höchstwerte auf der Grundlage von Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EBLS) bestimmt.

Für die rund 400 Wirkstoffe, die in den vergangenen Monaten aus dem Handel gezogen wurden, wird hingegen ein Standard-Rückstandshöchstwert von 0,01 Milligramm je Kilogramm eingeführt. Die Kriterien für die Festlegung von Rückstandshöchstwerten gelten auch für Pflanzenschutzmittel, die in Drittländern, aber nicht in der EU zugelassen sind. Einmal pro Jahr müssen die Mitgliedstaaten die Ergebnisse ihrer Rückstandskontrollen im Internet veröffentlichen.