Grüne Branche

Höhere Anforderungen durch Basel III

Ausreichendes Eigenkapital der Bankinstitute soll zukünftig dafür sorgen, dass sich eine Finanzkrise möglichst nicht wiederholt…. Wie das künftig funktionieren wird, beschreibt Michael Vetter hier.

Geht es nach Jean-Claude Trichet, dem Chef der Europäischen Zentralbank, dann werden die neuen Finanzregeln, die vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht kürzlich beschlossen wurden, „der langfristigen finanziellen Stabilität dienen“. Es ging bei dieser Entscheidung vor allem darum, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass diverse Banken zukünftig auch größere Verluste selbst abdecken und nicht wie in der nach wie vor andauernden Krise nur mit Hilfe der Steuerzahler über Wasser gehalten werden können.

Bleibt es bei den nun festgelegten Größenordnungen und dem Zeitplan, müssen Finanzinstitute ab 2013 ihre Geschäfte mit einem so genannten „Kernkapital“ aus Aktien und einbehaltenen Gewinnen in Höhe von 4,5 Prozent absichern. Hinzu kommt eine Art Puffer für besondere Krisensituationen von 2,5 Prozent, womit sich die Kapitalquote auf sieben Prozent erhöht. Das neue Abkommen wird dann als „Basel III“ an die Stelle der bisherigen Regeln („Basel II“) treten. Es geht bei den zu beschaffenden Geldern um gewaltige Beträge: So soll der finanzielle Mehrbedarf nach Schätzungen von Fachleuten bereits bei den zehn größten deutschen Banken rund 100 Milliarden Euro betragen. Es bleibt daher abzuwarten, ob diese enormen Summen allein aus Kapitalerhöhungen erzielt werden können. Mehr dazu in der September-Ausgabe der Friedhofskultur auf Seite 27.

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