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Höxter-Corvey: Ein Friedhof von nationaler Bedeutung

Im Laufe der wechselvollen Geschichte entstanden in Corvey bedeutende bauliche und gärtnerische Anlagen. Die Stadt will 2013 einen Aufnahmeantrag in das Weltkulturerbe der Unesco stellen. Auch der Friedhof wird als schützenswertes kulturelles Erbe eingestuft.

Der Zugang zum Friedhof ist nur durch das Gotteshaus möglich. Foto: Herrgen

In der östlichsten Region Nordrhein-Westfalens liegt die Kreisstadt Höxter, unmittelbar an der Weser. Der Fluss bildet die politische Grenze zu Niedersachsen und teilt den Landschaftsraum nicht nur geografisch in Eggegebirge und Solling, sondern auch die Bevölkerungsmehrheit der Katholiken im Westen von den Protestanten im Osten.

Seit jeher war der Ort auch deshalb umkämpft, wurde besetzt, geräumt, war zeitweilig unabhängig, wurde mal dem Königreich Westfalen, dann Preußen zugeschlagen. Aus der 1.200-jährigen Geschichte gingen ein Kloster, das Fürstenschloss, eine Domäne, der große Park und nicht zuletzt ein Friedhof von nationaler Bedeutung hervor.

Viele Gründe also, warum Corvey 2013 den Aufnahmeantrag in das Weltkulturerbe der Unesco stellen wird. Von den Sakralbauten besticht heute noch die romanische Abteikirche. Auf ihrer Südseite liegt der geschichtsträchtige Friedhof mit vielen Prominenten, darunter der Dichter der deutschen Nationalhymne Hoffmann von Fallersleben. Von Höxter führt die etwa zwei Kilometer lange Corveyer Allee hinaus in den Weserbogen, wo sie auf das barocke Portal des ummauerten Schlossareals trifft. Der dahinter liegende Park teilt sich in vier Rasenfelder, begrenzt von Blumenrabatten und einer dichten Baumkulisse. Dahinter ragen die beiden karolingischen Turmspitzen der ehemaligen Abteikirche empor. Lesen Sie mehr dazu in der April-Ausgabe der Friedhofskultur ab Seite 27.

Weitere Informationen unter: www.schloss-corvey.de