Grüne Branche

Hofläden: Freude über mehr Freiheiten

Äußerst positiv äußern sich die rheinischen Landwirte zu den Änderungen des Ladenöffnungsgesetzes Nordrhein-Westfalen (LÖG NRW). Denn bereits zu den Pfingsttagen hatte der nordrhein-westfälische Landtag Änderungen beim LÖG NRW beschlossen, die Direktvermarktern mehr Freiheiten beim Verkauf ihrer Hofladenprodukte zugestehen.

„Seit zwei Jahren haben wir uns als Berufsverband dafür eingesetzt und freuen uns jetzt über das Ergebnis“, betonte Friedhelm Decker, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV).

Ab sofort können Direktvermarkter, deren Kernsortiment aus selbst erzeugten landwirtschaftlichen Produkten besteht, auch passende Zukaufsware in ihren Hofläden an Sonn- und Feiertagen für die Dauer von fünf Stunden anbieten.

„Die getroffene Neuregelung stellt eine wesentliche Verbesserung zugunsten der Betreiber von Hofläden dar, da nach den bisherigen Regelungen landwirtschaftliche Verkaufsstellen an Sonn- und Feiertagen ausschließlich nur selbst erzeugte landwirtschaftliche Produkte verkaufen durften, jedoch keinerlei Zukaufsware“, erklärte Decker. Dadurch würden Direktvermarkter flexibler.

Der Begriff der „selbst erzeugten“ landwirtschaftlichen Produkte war laut Decker bisher zu eng gefasst und habe nicht mehr der Lebenswirklichkeit entsprochen. In der Praxis des Ab-Hof-Verkaufes zeige sich, dass zu den frischen landwirtschaftlichen Produkten auch das zugehörige Nebensortiment vom Kunden gewünscht wird, machte Decker deutlich. (ts)