Grüne Branche

Hof:Obst – Baumschulwelt trifft Lifestyle-Öko

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Mit Attributen wie „natürlich“ und „vom Lande“ schmücken sich unendlich viele Anbieter, besonders im Lebensmittelsektor. Auch die Baumschule zu Jeddeloh Pflanzen bedient diesen Consumertrend – mit einem authentischen und glaubwürdigen Marketing.

Was kann sich eine Baumschule vom Einzelhandel in Sachen LOHAS-Targeting abschauen? Ivonne Solbrig erklärt's. Foto: Christian Mannsbart

Öko light: Grünkernbuletten und Markenklamotten

Die LOHAS sind eine heterogene Zielgruppe, das heißt sie sind in unterschiedlichen Alters-, Einkommens- und Berufsgruppen zu finden. Gemeinsam ist ihnen, dass sie ihren Konsum nach den Prinzipien Gesundheit und Nachhaltigkeit auszurichten versuchen. Man könnte ihn beschreiben als Konsum mit gutem Gewissen, ohne auf Luxus, Genuss und Design zu verzichten. Marktforscher schätzen den Anteil der LOHAS inzwischen auf 20 bis 30 Prozent.

Typisches LOHAS-Marketing ist der Landbezug bei Lebensmitteln. Landlust, Landgenuss, Landwurst, Hofmarmelade oder -Chips sind einige der sehr zahlreichen Beispiele. Auch regionale Bezüge werden im Food-Marketing mit positiven Vorurteilen verknüpft: Schwarzwälder Schinken oder Schweizer Schokolade sind hierfür Beispiele.

„Hof:Obst“, die Marke mit dem echten Stammhaus Solbrig und ihr Team stellten sich die Frage: „Was kann eine Baumschule machen, was im LEH funktioniert?“ Die Antwort ist die Marke „Hof:Obst“. Zu Jeddeloh Pflanzen produziert seit vielen Jahren Obstgehölze. Die zum Stammhaus gehörenden Ländereien werden bereits in der 15. Generation von der Familie zu Jeddeloh bewirtschaftet. Die Baumschule ist mit dem Zertifikat MPS A plus zertifiziert. Das Siegel steht für mehr Nachhaltigkeit in der Produktion: für den geringen Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln, vorbildliches Wasserrecycling und eine umweltfreundliche Produktion.

Man sieht also: alle Attribute, die im Umfeld von „Hof-Marmelade“ „Landbockwürstchen“ und Co. vollkommen virtuell sind und zu 100 Prozent aus den Werbeabteilungen stammen, all das ist bei den Obstgehölzen der Baumschule zu Jeddeloh Pflanzen Wirklichkeit.

Das Stammhaus zu Jeddeloh: der Hof ist echt!

Das alles zusammen führte im Marketing-Team zu dem Plan: „Daraus machen wir die Marke ,Hof:Obst‘!“ Sinnbild für die Marke ist das Stammhaus. Es steht für die Werte Tradition, Herkunft, Qualität und es ist – im Unterschied zu den vielen Bauernhäusern auf Industrieverpackungen – authentisch und wahrhaftig. Solbrig: „Das Haus gibt es wirklich, und es ist wirklich das Stammhaus. Dort oben links ist mein Büro!“

Mit welchen weiteren Maßnahmen zu Jeddeloh Pflanzen die Kundengruppe der LOHAS anvisiert, lesen Sie in TASPO 09/2018.

Den gesamten Vortrag von Ivonne Solbrig finden Sie hier als Video.

„Hof:Obst“ für LOHAS

Die Marken „Hof:Obst“ und „Brazelberry“ zielen mitten ins Herz der sogenannten „LOHAS“. Solbrig erklärt: Mit der Abkürzung LOHAS (englisch Lifestyles of Health and Sustainability) bezeichnen Marketingfachleute Personen, die einen Lebensstil pflegen, der von Gesundheitsbewusstsein und -vorsorge sowie der Ausrichtung nach Prinzipien der Nachhaltigkeit geprägt ist. Dieser Konsumententyp wird nicht nur für den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) immer wichtiger.

Die Vollsortiments-Baumschule zu Jeddeloh Pflanzen ist eine der größten Containerbaumschulen Europas und bewies schon mit der Markeneinführung der Hydrangea „Endless Summer“ ein Händchen für perfekte Endkundenansprache. Das Marketing bei zu Jeddeloh Pflanzen, erklärt Solbrig, sei ganz und gar „hauseigen“, das heißt, man arbeite ohne Agenturen und erarbeite die Strategien für die Einführung neuer Marken selbst. „Wir entwickeln auch für unsere Kunden POS-Konzepte, um auch im Gartencenter die Marken zu stärken.“