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Hohenheim: Sommerblumen im Sortenvergleich

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Spannende Sommerblumen-Sortimente im Freilandbereich der Staatsschule für Gartenbau in Stuttgart-Hohenheim stellten Rudolph Feldmann und Winfried Blauhorn beim dritten Hohenheimer Gartenbautag vor. Bedingt durch die extremen Witterungsbedingungen – vor allem die trockenen, heißen Tage – haben sich manche Sommerblumen nur mäßig entwickelt.

Einmalig in der Blütenfarbe und -fülle: die „x Petchoa“-Hybride ‘Cinnamon’. Foto: Edgar Gugenhan

Bidens: Neuheiten-Prüfung mit 24 Sorten von sieben Züchtern

Es gab aber auch Gattungen, die zum Zeitpunkt der Besichtigung (Anfang Juli) einen sehr guten Gesamteindruck machten. So hatte sich beispielsweise ein Bidens-Sortiment sehr positiv entwickelt. In dieser Neuheiten-Prüfung mit 24 Sorten von sieben Züchtern auf einem Beet hatte sich die Sorte ‘Bidy Boom Fireside’ von Dümmen Orange besonders gut entwickelt und blühte überreich mit leuchtend gelben, rot gezeichneten Blüten.

Einen kompakten, dichten Wuchs und überreichen Blütenansatz präsentierten in Hohenheim auch die Sorten ‘Red Yellow’ und ‘Select Inferno’ von Selecta, die ebenfalls leuchtend gelbe, rot umrandete Blüten ausbilden. Die Pflanzen waren Anfang März als Jungpflanzen in den Zwölf-Zentimeter-Topf gepflanzt und in der Kalenderwoche 20/21 auf den Beeten ausgepflanzt worden.

Osteospermum: Unterschiede hinsichtlich Blütengröße und -farbe

Von den Osteospermum-Neuheiten von acht Unternehmen hatte die Sorte ‘Trade Winds Yellow’ von Syngenta ihre Fläche zum Besichtigungszeitpunkt bereits vollständig bedeckt und präsentierte sich sehr reich mit leuchtend gelben Blüten. Natürlich gab es auch Unterschiede hinsichtlich der Blütengröße und -farbe. Aufgefallen ist hier die Sorte ‘Serenity Pink Eyed Beauty’ von Florensis, deren Blüten eine stattliche Größe hatten und die sich in drei Farbtönen vorstellte.

Eine Besonderheit im umfangreichen Neuheiten-Sortiment mit vielen Gattungen ist die Gattung „x Petchoa“. Vorgestellt wurde sie beim Hohenheimer Gartenbautag in fünf Sorten, die von Kientzler angeboten werden, offensichtlich aber in Japan gezüchtet wurden. Es handelt sich dabei um eine Kreuzung zwischen den Gattungen Petunia x Calibrachoa, die unter der Gattungsbezeichnung „x Petchoa“ in Europa eingeführt wurden. An diesem Sortiment fiel auf, dass sich die Pflanzen ungeheuer stark entwickelt hatten, einen dichten Bestand bildeten und durch einen überreichen Blütenbesatz eine besondere Schönheit ausstrahlten.

„x Petchoa“-Sorten entwickelten sich nach einheitlichem Prinzip

Auffallend war zudem, dass sich diese Sorten alle nach einem einheitlichen Prinzip entwickelten und unter der Serienbezeichnung Beautical vorgestellt wurden. Die Sorten selbst wurden ihren Blütenfarben entsprechend bezeichnet und zwar mit den Namen ‘Caramel Yellow’, ‘Cinnamon’, ‘French Vanilla’ und ‘Sunray Pink’.

Noch mehr Neuheiten und Besonderheiten, die auf dem dritten Hohenheimer Gartenbautag vorgestellt wurden, finden Sie in der TASPO 34/2019.