Grüne Branche

Hohenheimer Gemüsebautag: Erkenntnisse aus zwei Versuchen mit Petersilie

Einer der beim Hohenheimer Gemüsebautag vorgestellten Versuche befasste sich mit Petersiliensorten. 14 Varietäten von acht Herkünften wurden auf den Ertrag geprüft. Bis zur Veranstaltung am 21. September waren zwei Schnitte erfolgt, ein dritter Schnitt stand noch an.

Die Sorte ‘Frisé vert Foncé Race FR’ von Graines Voltz erreichte laut des genannten Zwischenergebnisses den höchsten Ertrag (3,4 Kilogramm pro Quadratmeter). Danach folgten ‘Starlett’ von Hild und ‘Rina’ von RZ (3,3 Kilogramm pro Quadratmeter).

Die Petersilie wurde in Presstöpfe mit fünf Korn je Topf ausgesät und in der Kalenderwoche 17 im Freiland ausgepflanzt. Der erste Ernteschnitt erfolgte in der Kalenderwoche 28, der zweite Schnitt in der Kalenderwoche 34.

Ein anderer diesjähriger Hohenheimer Versuch mit Petersilie zielte auf die Düngung ab. Die eine Variante wurde mit Schafwollpellets sowie einer Zusatzgabe von Thomaskali und Nitrophoska Perfekt gedüngt, die andere Variante mit dem mineralischen Volldünger Entec Perfekt (14–7–17).

Die Schafwollpellets spielen im biologischen Anbau eine Rolle. Da es sich um einen Langzeitdünger handelt, wurden die Schafwollpellets nur einmal zu Versuchsbeginn ausgebracht, während auf den Kontrollparzellen eine Kopfdüngung erfolgte. Die Kulturdaten entsprachen denen beim Sortenversuch.

Zwischenergebnis: Der Ertrag war in der Schafwoll-Variante um etwa ein Drittel niedriger als bei der Variante mit Entec Perfekt.

Bei anderen Versuchen, die im Lehr- und Versuchsbetrieb in Hohenheim zu sehen waren, standen diesmal beispielsweise Paprika, Midigurken, Basilikum, Gourmet-Tomaten, Zwiebeln und Radieschen im Blickpunkt. (gug)