Grüne Branche

Hollands Blumenexport mit deutlichem Minus

Aalsmeer. Nach vielen Jahren des Wachstums erlebte der holländische Export von Zierpflanzenbauprodukten im Jahr 2008 einen starken Rückgang. Wie der Marktverband HBAG Bloemen en Planten mitteilte, wurden Bloemkwekerij-Produkte im Wert von 5,316 Milliarden Euro ausgeführt. Der Exportwert in diesem Sektor war somit um fast drei Prozent niedriger als 2007. Bei Schnittblumen schrumpfte der Exportwert sogar um knapp vier Prozent auf 3,24 Milliarden Euro. Die Ausfuhr von Topf- und Beetpflanzen sank dagegen nur um 0,3 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro. Jungpflanzen wurden im Wert von 219 Millionen Euro exportiert, was einem Rückgang um 0,6 Prozent entspricht.

Laut HBAG Bloemen en Planten war der Exportwert bei Zierpflanzen seit den sechziger Jahren nicht mehr in diesem Umfang gefallen. Ließ sich bis Juni noch eine leichte Zunahme realisieren, ging es im zweiten Halbjahr wegen der weltweiten Wirtschaftskrise kräftig bergab.

Nach Deutschland kamen niederländische Schnittblumen, Topfpflanzen und Jungpflanzen im Wert von 1,522 Milliarden Euro (minus 2,2 Prozent gegenüber 2007).

Da jedoch der Export nach Großbritannien als zweitwichtigstem „Kunden“ mit minus 18 Prozent geradezu einbrach, wird die Bedeutung Deutschlands als weitaus wichtigstes Empfängerland wieder deutlicher. Nur noch 766 Millionen Euro betrug der Wert des Exports ins Vereinigte Königreich: Kaum mehr als die Hälfte der Lieferungen nach Deutschland! Stimmen, in so und so vielen Jahren werde mehr nach England als nach Deutschland geliefert, sind ebenso verstummt wie die Prognose eines jährlich zehnprozentigen Wachstums.

Der gesamte Exportwert des niederländischen Gartenbaus – also einschließlich Obst und Gemüse – stieg 2008 nach Angabe von Productschap Tuinbouw um zwei Prozent auf rund 15,7 Milliarden Euro.