Grüne Branche

Holzfaser für Erden & Substrate: Leichtgewicht mit torfähnlicher Struktur

Holzfaser als Torfersatz für Erden und Substrate produziert die Gregor Ziegler GmbH (Plößberg). Die Anlage, deren Produktionskapazität im ersten Ausbauschritt bis zu 250.000 Kubikmeter pro Jahr beträgt, wurde im vergangenen Dezember in Probebetrieb genommen und läuft nach Firmenangabe seither auf Hochtouren. Grund hierfür sei die hohe Nachfrage, so das Unternehmen.

Seniorchef Gregor Ziegler bei der Qualitätskontrolle der Holzfaser. Werkfoto

Da der Torfabbau in Deutschland von Jahr zu Jahr zurückgehe, würden viele Produzenten Torfersatzstoffe in der Produktion einsetzen, um die noch vorhandenen Ressourcen zu schonen. Wie das Unternehmen weiter ausführt, gelte Holzfaser gerade wegen ihres Volumens und wegen des geringen Gewichtes als bestens geeigneter Torfersatzstoff.

Den Angaben zufolge verfügt die von der Gregor Ziegler GmbH produzierte Holzfaser über eine Struktur, die Torf sehr nahe kommt. Durch die braune Farbe wirke sie zudem sehr unauffällig im Substrat. Mit nur rund 45 Kilogramm pro EN-Kubikmeter sei das Produkt darüber hinaus ein echtes Leichtgewicht unter den Rohstoffen und ermögliche somit Vorteile im Endprodukt und der dazugehörenden Logistik. „Wir sind mit der Qualität des unter dem Markennamen Timpor vertriebenen Produktes sehr zufrieden“, erklärt Seniorchef Gregor Ziegler. Die Produktion sei bereits nach kurzer Zeit sehr stabil gelaufen und die ersten Kundenreaktionen waren durchweg positiv, so Ziegler.

Durch den thermomechanischen Prozess wird dem Unternehmen zufolge absolut keimfrei mit einer sehr homogenen und gleichmäßigen Struktur produziert. Dabei wird das Holz unter Beigabe von Dampf in eine weiche Form gebracht, damit es beim anschließenden Verarbeitungsprozess schonend in die einzelnen Fasern zerlegt werden kann. Dadurch bekomme die Faser viel Volumen und bleibe auch später im Substrat sehr stabil. Außerdem lasse sich die Qualität des Produktes individuell auf die Bedürfnisse des Kunden abstimmen.

Darüber hinaus entsteht laut Firmenangabe auf der neuen Produktionsstraße auch eine Holzfaser für zertifizierte Bioprodukte. Timpor wird dem Unternehmen zufolge zu 100 Prozent aus Holzfasern und damit aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, die Versorgung sei somit auf lange Zeit gesichert.

Wie das Unternehmen auf Anfrage der TASPO erklärte, ist die Holzfaser bereits in vielen Substraten integriert und komme folglich bei etlichen Kulturen zum Einsatz. Beimischungen von bis zu 20 Prozent seien in speziellen Substraten nicht unüblich.

Auch der Handel biete inzwischen immer mehr Produkte im torffreien Bereich an, da die Diskussion um den Torfabbau mittlerweile auch den Endverbraucher sensibilisiert habe. (ts)