Grüne Branche

Husqvarna strukturiert Organisation nach Marken: Gardena wird eigene Division

Die Husqvarna Group plant zum 1. Januar 2015 eine Neustrukturierung ihres Geschäftsfeldes „Forst und Garten“. An die Stelle von geografischen Regionen soll dann eine nach Marken orientierte Organisationsstruktur mit drei neuen Divisionen neben der schon bisher eigenständigen Bautechniksparte („Contruction“) treten. 

Die größte der drei neuen Divisionen mit einem Umsatzanteil von 52 Prozent wird den Angaben zufolge die Marke Husqvarna mit Sitz im schwedischen Stockholm bilden. Die Leitung – mit Konzentration auf das Fachhandelsgeschäft – soll Pavel Hajman übernehmen, der im Juni in das Unternehmen gekommen und bisher für den Bereich Asien/Pazifik verantwortlich ist.

Ebenfalls als eigenständige Division werde künftig die einzelhandelsausgerichtete Marke Gardena mit Sitz in Ulm geführt. Diese soll von Sascha Menges verantwortet werden, bislang Vorstand für Produktion und Logistik. Consumer Brands als dritte Division mit Sitz in Charlotte (USA) wird laut Information unter anderem die Marke McCulloch beinhalten. Sie soll von Alan Shaw geleitet werden, der momentan noch das Amerikageschäft verantwortet. Neben seiner Rolle als Leiter der neuen Division Gardena bleibe Sascha Menges zudem auch weiterhin Standortleiter der gesamten Husqvarna Group in Deutschland.

„Ulm als Standort hat mehrere Funktionen: zum einen konzernweite und zum anderen solche, die den Deutschlandvertrieb betreffen. Der Hauptsitz der Husqvarna Group ist und bleibt in Stockholm, genauso wie der Sitz der Division Husqvarna dort sein wird. Der Vertrieb der Marke Husqvarna für Deutschland wird dann aber natürlich von Ulm aus erfolgen“, so Heribert Wettels gegenüber der TASPO dazu.

Neben den Divisionen wird es laut Wettels noch einen weiteren neuen Bereich mit „Querschnittsfunktion“ geben: den Bereich „Group Operations“. Dieser soll unter der Leitung von Valentin Dahlhaus „aus der Zentrale in Stockholm heraus arbeiten und alle Synergien ausschöpfen, die divisionsübergreifend gezogen werden können – etwa bei Einkauf, Logistik und Technologien.“

Starke deutsche Standorte
Ein wichtiges Standbein des Unternehmens sind gemäß Sascha Menges die deutschen Standorte: „Seit das Deutschlandgeschäft der Marke Husqvarna 2010 nach Ulm gewechselt ist, konnte der Umsatz hierzulande verdoppelt werden. Und die Ulmer Traditionsmarke Gardena wird weiterhin von hier aus geführt. Die jüngsten Investitionen in unsere deutschen Standorte waren absolut richtig und haben diese gestärkt.“

Er verweist in diesem Zusammenhang auch auf den Ausbau des Metallwerkes in Niederstotzingen und die Einrichtung des Entwicklungszentrums für Elektro- und Akkutechnik sowie die Erweiterung des Logistikzentrums in Ulm. (ts/jl)