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Hybridbagger: Arbeit an der langen Leine

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Man muss nur dem soliden Stromkabel folgen, um den Takeuchi TB 235 H Hybridbagger zu finden. Der rodet im Mörscher Wald bei Karlsruhe ein etwa zwei Hektar großes Grundstück für ein neues Wasserwerk – das Besondere daran: Die Arbeit erfolgt ausschließlich im Elektrobetrieb.

Der Takeuchi TB 235 Hybrid arbeitet hier bei der Baufeldrodung ausschließlich mit elektrischem Antrieb. Foto: Wilhelm Schäfer GmbH

Strenge Umweltauflagen im Wasserschutzgebiet

Weil die Arbeiten in einem Wasserschutzgebiet und Natura 2000-Gebiet durchgeführt werden, unterliegen sie strengen Umweltauflagen. Dazu gehört auch, dass die Gefahr einer Dieselhavarie minimiert wird. Deshalb arbeitet die Karlsruher Firma Roland Schulz Garten- und Landschaftsbau mit einem Takeuchi TB 235 H Hybridbagger im Elektrobetrieb und mit Bio-Hydrauliköl. Versorgt wird er über ein zeitweise mehrere 100 Meter langes Kabel.

Der 3,8 Tonnen schwere Hybridbagger ist mit einem Dieselmotor mit 21,5 KW/28,5 PS ausgerüstet und ebenso mit einem Elektromotor mit 15 KW/20,4 PS. Für den Einsatz hier bei Karlsruhe ist er zusätzlich mit einem Rundholzgreifer und einem 360 Grad Rotator ausgestattet. Standardmäßig verfügt der TB 235 H über einem Schwenkmotor und einen hydraulischen Schnellwechsler. Die vier hydraulischen Zusatzkreisläufe erleichtern das Arbeiten mit dem Hybridbagger.

Hybridbagger erlaubt Arbeiten mit absoluter Präzision

„Wir sind sehr angenehm überrascht, mit welcher Genauigkeit wir den Bagger und seine Anbaugeräte steuern können. Es ist hier bei diesen Rodungsarbeiten oftmals ein sehr genaues Zugreifen notwendig. Das alles ist ohne Probleme und mit absoluter Präzision möglich“, sagt Roland Schulz, der das GaLaBau-Unternehmen 1990 gegründet hat. Mittlerweile ist die zweite Generation in der Firma aktiv.

Bei den Baumaschinen wird er von der Firma Kohrmann Baumaschinen GmbH betreut, die sowohl ein erfahrenes Baumaschinenunternehmen wie auch Takeuchi-Händler ist. Kohrmann ist bereits seit 70 Jahren am Markt und dies mit mittlerweile 14 Standorten in Baden, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Eichenwald soll altes Wasserwerk ersetzen

Das Projekt Neues Wasserwerk im Mörscher Wald soll 2021 abgeschlossen sein. Wenn das neue Wasserwerk, das täglich bis zu 60.000 Kubikmeter Wasser fördern soll, dann betriebsbereit ist, steht der Rückbau des alten Wasserwerks an. Auf dem dadurch freiwerdenden Gelände soll anschließend ein Eichenwald angelegt werden.