Grüne Branche

ICOP-Konferenz: Premiere in Deutschland

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Die Internationale Konferenz für Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (ICOP) gastierte vergangene Woche zum ersten Mal in Deutschland. Über 160 Vertreter der Obst- und Gemüsebranche aus ganz Europa und darüber hinaus tagten bei der 14. Auflage der Konferenz in der Hansestadt Hamburg.

Dr. Christian Weseloh (Geschäftsführer BVEO), Johannes Bliestle (Vorsitzender DRV-Fachausschuss Obst-, Gemüse- und Gartenbauwirtschaft), Christoph Hövelkamp (Vorsitzender BVEO), Wolfgang Braunstein (Geschäftsführer gfa - consulting gmbH) bei der diesjährigen ICOP in Hamburg (v.l.n.r.). Foto: BVEO

Erstmals in 14 Jahren in Deutschland zu Gast

Seit 14 Jahren gehört die ICOP-Konferenz zu den Pflichtterminen der Obst- und Gemüsebranche. In diesem Jahr trat das österreichische Beratungsunternehmen gfa-consulting GmbH gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO) als Veranstalter in Erscheinung. Jedes Jahr findet die Konferenz in einem anderen Land Europas statt und machte zur 14. Auflage erstmals Stopp in Deutschland. Insgesamt drei Tage trafen sich Vertreter und diskutierten über aktuelle Themen und Herausforderungen der Branche.

„Brauchen unternehmensfreundliche Regeln aus Brüssel“

„Die Geschichte der GMO ist eine Erfolgsgeschichte, die es gilt auch mit Blick auf die anstehenden Reformen in der Gemeinsamen Agrarpolitik weiterzuführen. Wir brauchen unternehmensfreundliche Regeln aus Brüssel und ein solides Fördersystem, welches allen Erzeugerorganisationen Europas zu Gute kommt. Hierfür müssen die Weichen gestellt werden“, erklärte Christoph Hövelkamp, Vorsitzender der BVEO in seiner Begrüßungsrede. Damit betonte Hövelkamp die Wichtigkeit der sogenannten Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) für die Branche.

Expertenvorträge und Debatten

Ein breites Spektrum an Expertenvorträgen und Debatten zur aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklung für die gesamten Erzeugerorganisationen des Sektors Obst und Gemüse informierte die Teilnehmer. Aktuelle Reformen in der gemeinsamen Agrarpolitik im Allgemeinen und der GMO im Speziellen bildeten den Auftakt. Weitere Themen der Tagung waren unter anderem die Bereiche Qualitätssicherung, unfaire Handelspraktiken und Exportmarkterschließung. Erzeugerorganisationen aus verschiedenen Teilen Europas, darunter Deutschland, Slowakei, Ungarn und der Schweiz stellten zum Ende des Donnerstags unterschiedlichste Projekte vor.

Fachexkursionen zum Abschluss

Am Freitag standen für die Teilnehmer drei mögliche Fachexkursionen zur Auswahl. Ziele waren der Großmarkt in Hamburg und umliegende Erzeugerorganisationen, das Obstbauzentrum Esteburg in Jork und das Biotechnologie Unternehmen e-nema gaben hierbei Einblicke in ihre tägliche Arbeit.