Grüne Branche

IG Suisse Christbaum besuchte Frankreich

Wie produzieren Franzosen Christbäume? Um es vorweg zu nehmen, fast wie die Schweizer. Es ist eher die Vermarktung, die sich unterscheidet, als die Produktion beim Landwirt. Eine zweitägige Fachreise führte die IG Suisse Christbaum, die auch einige Mitglieder aus Süddeutschland hat, im Juli 2009 ins französische Savoyen und in die Region Lyon und Dijon. Die Kulturen des ersten besuchten Produzenten liegen verstreut in einem Hochtal bei Chambery auf eine Höhe von etwa 650 Meter über dem Meer. Jean-Luc Rat-Patron bewirtschaftet 20 Hektar mit Christbäumen, verteilt auf 25 Parzellen. Die Gegebenheiten erinnern sehr an die Schweiz. Im bergigen Savoyen ist Ackerland knapper als in anderen Regionen Frankreichs. Die Baumarten sind dieselben wie in der Schweiz: Blau- und Rotfichten sowie serbische Fichten als abnehmendes Nischenprodukt, daneben immer dominanter die Nordmanntannen in verschiedenen Größen. Die besuchten Produzenten, so der Eindruck der Schweizer, bewirtschaften die Kulturen eher extensiv, sei es im Bezug auf die wuchernde Unkrautflora oder auch die Formierung der Bäume. Wenn überhaupt, werden Korrekturen vorwiegend im Winter vorgenommen. Während der Vegetationsperiode ist keine Zeit dazu. Schädlinge und Krankheiten werden meist nicht systematisch bekämpft. Die Bäume sind aus Sicht der Schweizer im unteren Bereich eher zu dicht mit Ästen garniert und nicht immer einheitlich.