Grüne Branche

Ilse Aigner besucht Düsseldorfer Familienbetrieb

Gartenbau Hilger in Düsseldorf, ein Familienbetrieb mit Direktvermarktung, hier war Ilse Aigner, die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, vergangene Woche zu Gast. Sie lobte die stabilen Strukturen von familiengestützten Betrieben, die in der Region für die Region produzieren und vor Ort vermarkten.

Ministerin Aigner (3. v. l.) mit Wilhelm und Barbara Hilger, Töchtern und Sohn. Foto: Friedrich

Eingeladen hatte der Gartenbauverband Düsseldorf, dessen Vorsitzender Wilhelm Baum und weitere Mitglieder auch mit der Ministerin diskutieren konnten. Begleitet wurde sie von Thomas Jarzombek, CDU Bundestagsabgeordneter aus Düsseldorf, und Sylvia Pantel von der Düsseldorfer CDU.

Nach einem informativen Betriebsrundgang widmete sich Aigner den Themen des Berufsstandes. Zur Beibehaltung des vergünstigten Mehrwertsteuersatzes war ihre Einschätzung, dass hier momentan kein weiteres Ungemach drohe. Zum integrierten Pflanzenschutz sei ein nationaler Aktionsplan gerade im Kabinett verabschiedet, es folge der Aktionsplan Pflanzenschutz Obst und Gemüse.

Mit dem Zentralverband Gartenbau sei die Servicestelle Lückenindikation für vier Jahre vereinbart. EEG-Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz: Sicher sollten hier die klein- und mittelständischen Betriebe mit einbezogen werden, sagte Aigner, das Problem sei jedoch grundsätzlich anzugehen. Es bedürfe dringend einer Reform, in Zukunft brauche man eine stärkere Orientierung am Markt.

Sie rechnet mit einer Neuausrichtung nach der Bundestagswahl. Saisonarbeitskräfte sollten vernünftige Arbeits- und Lohnbedingungen bekommen, doch der Gesetzgeber sollte keine Tariflöhne festsetzen, so Aigner. Sinnvoll sei eine Regelung für die unteren Tarifbereiche, diese sollte nicht einheitlich, sondern an Branchen und Regionen angepasst sein.

Angesprochen wurde auch die Flächenkonkurrenz beispielsweise rund um Düsseldorf. Aigner sagte dazu, dass eine Vorlage beim Bundesrat liege, die vorsieht, bei Energiemaßnahmen anders zu bewerten, Ausgleich nicht zwingend in unmittelbarer Nähe erfolgen muss und Innenraumverdichtung oder finanzielle Ausgleichszahlungen ebenso gelten könnten. (fri)