Im Norden gewachsen: neues Gütezeichen für Zierpflanzen

Veröffentlichungsdatum:

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther gab bei der offiziellen Eröffnung der Beet- und Balkonpflanzen-Saison in Gönnebek zusammen mit Francesca Tischler-Brehmer (l.), Landespräsidentin des WVG Nord, und Landwirtschaftskammer-Präsidentin Ute Volquardsen (r.) den Startschuss für die Regionalmarke „Im Norden gewachsen“. Foto: Foto: Schoppa/WVG Nord

„Geprüfte Qualität Schleswig-Holstein“ – mit diesem Siegel der Landwirtschaftskammer werden seit 1965 heimische Produkte in hoher Qualität ausgezeichnet. Ab sofort tragen auch hochwertige regional erzeugte Zierpflanzen das Gütezeichen, womit die Landwirtschaftskammer und der Wirtschaftsverband Gartenbau Norddeutschland (WVG Nord) der Vermarktung heimischer Zierpflanzen zusätzlichen Schub verleihen wollen.

Neues Gütezeichen bei Saisoneröffnung in Gönnebek vorgestellt

Vorgestellt wurde das neue Gütezeichen bei der offiziellen Eröffnung der diesjährigen Beet- und Balkonpflanzen-Saison in Schleswig-Holstein, die am 23. April im Gartenbau-Betrieb von Hartwig Bull in der Gärtnersiedlung Gönnebek stattgefunden hatte. Bull Gartenbau gehört zu den bislang 17 Betrieben, die bereits mit dem Gütesiegel ausgezeichnet sind, informiert die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Demnach werden in diesen 17 Betrieben jährlich rund neun Millionen Pflanzen produziert, was den Angaben zufolge knapp der Hälfte der in dem zwischen Nord- und Ostsee gelegenen Bundesland herangezogenen Beet- und Balkonpflanzen entspricht.

„Der Trend zur Regionalität ist auch bei Zierpflanzen groß. Viele Kundinnen und Kunden greifen bewusst zu Produkten aus der Region, weil sie auf die hervorragende Qualität vertrauen und die heimischen Betriebe unterstützen wollen. Mit Zierpflanzen aus schleswig-holsteinischen Betrieben, die mit dem Gütezeichen ‚Geprüfte Qualität Schleswig-Holstein‘ ausgezeichnet sind, können sie das jetzt auch ganz bewusst beim Bepflanzen ihrer Gärten, Kübel und Balkone machen“, erklärte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther bei der Saisoneröffnung in Gönnebek. Das etablierte Gütesiegel der Landwirtschaftskammer noch breiter aufzustellen, bezeichnete Günther deshalb als gute Idee. „Jeder kennt das Gütezeichen vom Einkauf, denn es steht für ein heimisches Qualitätsprodukt aus Schleswig-Holstein. Davon profitieren die Verbraucherinnen und Verbraucher, aber auch die Gartenbau-Betriebe sowie das Klima und die Umwelt. Lange Transportwege werden überflüssig.“

Verleihung des Gütezeichens nach Zertifizierung durch unabhängiges Gremium

Die Verleihung des neuen Gütezeichens erfolgt nach Zertifizierung durch das unabhängige Gremium des Qualitätsausschusses bei der Landwirtschaftskammer. Die regelmäßigen Kontrollen in den Gartenbau-Betrieben werden durch die Fachabteilung Gartenbau der Kammer durchgeführt. Wie die Landwirtschaftskammer weiter ausführt, handelt es sich bei den mit der gemeinsamen Marke „Im Norden gewachsen“ und dem Gütesiegel „Geprüfte Qualität Schleswig-Holstein“ versehenen Zierpflanzen um gesunde Gewächse in bestem Zustand. Die Kulturflächen und Gewächshäuser der zertifizierten Betriebe liegen in Schleswig-Holstein, die Zierpflanzen sind in der jeweiligen Region getopft und gewachsen. Hochwertige Kultursubstrate und eine gute Durchwurzelung garantieren den Angaben zufolge eine gute Haltbarkeit, darüber hinaus weisen die ausgezeichneten Gartenbau-Betriebe ein über die rechtlichen Anforderungen hinausgehendes Engagement etwa beim Wassersparen, dem Einsatz von Nützlingen oder sozialen Standards aus. Regelmäßige Eigenkontrollen sichern eine hohe Produktqualität, wie die Landwirtschaftskammer betont. Neben Zierpflanzen dürfen seit diesem Jahr zudem für die Abgabe an Endverbraucher bestimmte Gemüsejungpflanzen mit dem Gütezeichen gekennzeichnet werden.

„Im Norden gewachsen“ macht leicht erkennbar, woher Zierpflanzen kommen

„Gesunde, frische Pflanzen aus unseren Familienbetrieben, produziert nach den hohen deutschen Standards. Die kurzen Wege sind nur einige der vielen Vorteile für alle Beteiligten. Pflanzenliebhaber*innen können ab heute die in der Region produzierten Blumen und Pflanzen an dem Logo ‚Im Norden gewachsen‘ erkennen“, so Francesca Tischler-Brehmer, Landespräsidentin des Wirtschaftsverbands Gartenbau Norddeutschland. Besonders zufrieden zeigte sie sich beim offiziellen Start in die Beet- und Balkonsaison, dass nach Jahren der Vorarbeit Produktionsbetriebe und Einzelhandelsgärtnereien in Schleswig-Holstein zertifiziert und mit dem Gütesiegel „Geprüfte Qualität Schleswig-Holstein“ der Landwirtschaftskammer ausgezeichnet werden konnten. Denn: „Unser Ziel ist es, dass die Menschen im Land leicht erkennen können, woher die Ware eigentlich kommt.“

Für den guten Zweck pflanzte Tischler-Brehmer im Rahmen der offiziellen Saisoneröffnung in Gönnebek zusammen mit Ministerpräsident Günther, Landwirtschaftskammer-Präsidentin Ute Volquardsen und Gartenbau-Betriebsleiter Hartwig Bull verschiedene Pflanzen-Arrangements. Sämtliche Körbe wurden dabei nach Angaben der Landwirtschaftskammer mit in der Region gewachsenen und mit dem Gütesiegel „Geprüfte Qualität Schleswig-Holstein“ ausgezeichneten Zierpflanzen gestaltet – darunter Petunien, Zauberglöckchen, Kleines Fettblatt, Eisenkraut und Husarenkopf sowie die unter dem Namen „Flammbine“ als „Pflanze des Jahres im Norden“ vermarktete Bidens-Sorte ʻTiger Beeʼ. Gespendet werden die Pflanzenkörbe laut Landwirtschaftskammer an das Erwin Wengel Haus – AWO Wohnen mit Service in Trappenkamp und an die Seniorenresidenz Landhaus Tensfeld.