Grüne Branche

Image der Blumenproduktion

Genau einen Tag vor Valentin prangerte die Tageszeitung Darmstädter Echo den hohen Pestizideinsatz im Blumenexportland Kolumbien an. In der gleichen Woche stellte die Menschenrechtsorganisation FIAN ihre neueste Studie über die Verletzung von Kinderrechten bei der Blumenproduktion in der so genannten Dritten Welt vor. Der Deutsche Blumen-Groß- und Importhandels (BGI) und die Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) unterstützen das EU- finanzierte Fair Flower Fair Plants Programm FFP, welches als Dachmarke verschiedene Gütesiegel für fairen Blumenhandel innerhalb Europas zusammenfasst. Diese Blumen stammen aus Betrieben, die unter anderem auf umweltbewusstes Arbeiten und existenzsichernde Löhne achtet. In Zukunft wird noch etwas anderes Sorgen bereiten, nämlich die CO2-Ökobilanz. "Wärme und Licht gibt es in den Drittländern umsonst. Es entsteht kein CO2, und es fallen dort weniger Energiekosten an. Das Flugbenzin, um die Blumen nach Europa zu exportieren, ist der einzige Faktor, der eine negative Auswirkung auf die CO2-Ökobilanz hat“, so Henning Moeller, Hauptgeschäftsführer des BGI. „Wir müssen erreichen, dass zukünftig in Europa produzierte Blumen eine bessere CO2-Ökobilanz aufweisen und dadurch nicht allzu teuer werden".