Grüne Branche

Imagearbeit für den Weihnachtsbaum ist notwendig

Mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit kann und muss das Bild der Weihnachtsbaumbranche in der Politik und in der Öffentlichkeit positiv beeinflusst werden. Verschiedene Erfahrungen bestätigten diese Notwendigkeit, etwa im Sinngrund (Spessart), wo es ausgeprägte Widerstände gegen den dortigen Weihnachtsbaumanbau in der Bevölkerung gibt, oder in Gesprächen mit Politikern, die Zweifel daran äußerten, dass die Weihnachtsbaumanbauflächen ordnungsgemäß bewirtschaftet werden.

Zulieferfirmen spendeten namhafte Beträge für den Etat

Mit der Einrichtung der Website www.natuerlicher-weihnachtsbaum.de in Zusammenarbeit mit der Produkt+Markt Agribusiness Consulting GmbH sei man auf dem richtigen Weg der Imagearbeit für den Weihnachtsbaum, meint die Verbandsspitze der bundesdeutschen Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger (BWS).

Das empfanden auch einige Zulieferfirmen der Branche so, allen voran Markus Schauer, und spendeten namhafte Beträge, damit die in 2010 begonnene Arbeit auch in 2011 fortgeführt werden kann.

Aber auch die Interessengemeinschaft der Jung-Weihnachtsbaumanbauer sowie die schleswig-holsteinische Arbeitsgemeinschaft und der niedersächsische Landesverband steuerten zusammen die andere Hälfte des nunmehr rund 24.000 Euro umfassenden Werbeetats aus Spenden der Mitglieder beziehungsweise dem Honorarbudget bei.


Spender erwarten Gleiches von allen Landesverbänden

Der Werbeetat werde im normalen BWS-Verbandshaushalt verbucht und keine eigene Organisation dafür gegründet. Die Spender erhalten eine Spendenbescheinigung und der Bundesverband werde für 2011 eine Einkommensteuererklärung abgeben, weil mit diesen Geldern der für Vereine geltende Freibetrag von 17.500 Euro überschritten worden sei, erläuterte der Bundesverbandsvorsitzende, Bernd Oelkers, auf der Mitgliederversammlung in Kassel.

Mit gutem Beispiel vorangehen und zur Nachahmung auffordern – das taten die Landesverbandsvertreter, die den Werbeetat des Bundesverbandes durch ihre Spenden bereits aufgestockt hatten. Da die Vorsitzenden der übrigen Landesverbände nicht über ihre Mitglieder entscheiden können, sei Rücksprache erforderlich.

Deshalb gab es in der Diskussion Argumentationshilfen. Die von den knapp 40 IGW-Mitgliedern aufgebrachte Summe von etwa 6.000 Euro entstammte nicht deren Verbandshaushalt, sondern wurde direkt von den Mitgliedern gespendet. Die Gesamtsumme sei stolz, für das einzelne Mitglied bedeutete das lediglich den Gegenwert von zwei Weihnachtsbäumen, warb Peter Geiß für diese Spendensumme.

Alle Mitglieder der Landesverbände zusammengezählt, würde bei einer 50-Euro-Spende ein Betrag von mehr als 35.000 Euro zusammenkommen, etwa 10.000 mehr als für 2011 veranschlagt. Bei 25 Euro, dem Gegenwert eines einzigen Weihnachtsbaumes, würde die erforderliche Summe allerdings nicht erreicht.

Hier müssen die Landesverbandsvorstände in den nächsten Zeit Überzeugungsarbeit bei ihren Mitgliedern leisten, denn eine solche freiwillige Spende könne nicht von oben verordnet werden, kommentierte Jürgen Winkelmann, Geschäftsführer der Fachgruppe aus Westfalen-Lippe.