Grüne Branche

Immer weniger Produktionsbetriebe

Knapp 3.700 Betriebe produzieren aktuell in Deutschland Zierpflanzen – 18 Prozent weniger als noch vor fünf Jahren. Dafür ist die Anbaufläche mit rund 6.600 Hektar annähernd konstant geblieben, wie die Zierpflanzenbauerhebung 2017 des Statistischen Bundesamts (Destatis) zeigt.

Laut Statistischem Bundesamt sind über 25 Prozent der gesamten Anbaufläche (1.700 Hektar) „unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen“, also beispielsweise unter Glas.

Gut 50 Prozent der Fläche für Schnittblumen-Anbau genutzt

3.100 Hektar der Fläche werden zur Produktion von Schnittblumen genutzt – ebenso viel wie bei der letzten Erhebung von 2012. Mit 91 Prozent liegt der Großteil davon im Freiland, wo der Statistik zufolge vor allem Gehölze zum Grün-, Blüten- und Fruchtschnitt angebaut werden (780 Hektar), gefolgt von Sommerschnittblumen sowie Schnittstauden (590 Hektar).

„Unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen wie etwa Gewächshäusern nahmen Rosen mit knapp 100 Hektar die größte Fläche vor Sommerblumen und Schnittstauden mit rund 70 Hektar ein. Die Anbaufläche bezieht im Gegensatz zur Grundfläche die Mehrfachnutzung auf der gleichen Fläche mit ein“, informiert das Statistische Bundesamt darüber hinaus.

Zierpflanzenbauerhebung: Beet- und Balkonpflanzen sowie Zimmerpflanzen

Beet- und Balkonpflanzen sowie Stauden als Fertigware wurden in diesem Jahr laut der aktuellen Zierpflanzenbauerhebung insgesamt rund 985 Millionen Stück von knapp 2.600 Gartenbau-Betrieben produziert. Spitzenreiter sind in diesem Segment Violen mit 183 Millionen Pflanzen, gefolgt von Calluna (116 Millionen) und Stauden (113 Millionen).

Bei Zimmerpflanzen sind im laufenden Kalenderjahr laut Destatis-Zahlen rund 94 Millionen Stück als Fertigware von bundesweit knapp 1.500 Betrieben erzeugt worden. Auf Platz 1 liegen hier mit 17 Millionen Stück Poinsettien, gefolgt von Alpenveilchen (13 Millionen).

Nordrhein-Westfalen Spitzenreiter im Zierpflanzenbau

Auch über die regionale Flächenverteilung gibt die Zierpflanzenbauerhebung Auskunft. Demnach liegt Nordrhein-Westfalen mit 47 Prozent (3.100 Hektar) der gesamten Produktionsfläche im Bundesländervergleich an der Spitze. Weitere 31 Prozent beziehungsweise über 2.000 Hektar entfallen auf Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen.