Grüne Branche

Import-Rosen: Mehrzahl kommt aus der EU

Ein frischer Blumenstrauß steht unverändert hoch in der Gunst deutscher Konsumenten. Allein im Jahr 2011 wurden Schnittblumen im Gesamtwert von rund 971 Millionen Euro nach Deutschland eingeführt, was einem Zuwachs von einem Prozent entspricht. Den größten Anteil daran, nämlich 89 Prozent, haben EU-Länder. 

Zu den beliebtesten Schnittblumen zählen nach wie vor Rosen, deren Einfuhrmenge etwa 21 Prozent der importierten Schnittblumen ausmachen. Der Verband des Deutschen Blumen- Groß- und Importhandels (BGI) wollte es genauer wissen und hat die Agrarmarkt Informations GmbH (AMI) beauftragt, die Herkunft der Schnittrosen näher zu untersuchen. Nach Informationen der AMI stammen 16 Prozent des Importwertes frischer Schnittrosen aus Drittländern, also Afrika oder Südamerika.

Etwa 84 Prozent des Wertes der im vergangenen Jahr nach Deutschland eingeführten Schnittrosen kamen aus EU-Ländern. Von den 16 Prozent des Importwertes aus Drittländern stammen rund 80 Prozent aus Afrika, was letztlich einem Anteil von elf Prozent am gesamten Importwert für Schnittrosen auf dem deutschen Markt entspricht. Auch bei langfristiger Betrachtung ist festzustellen, dass sich die Anteile der Außenhandelspartner seit 2006 so gut wie nicht verändert haben.

Der Importwert der Rosen aus EU-Ländern lag im vergangenen Jahr höher als der Mengenanteil. Für die exportierenden Drittländer stellte sich das Verhältnis von Importwert zu Mengenanteil gegenläufig dar. Bei frischen Schnittblumen lag der Afrika-Anteil 2011 noch niedriger. In diesem Segment sind 89 Prozent verschiedenen EU-Ländern zuzurechnen und insgesamt nur elf Prozent Drittländern, davon vier Prozent Afrika. Innerhalb der EU sind die Niederlande der mit Abstand wichtigste Handelspartner der deutschen Blumenbranche. (ts)