Grüne Branche

Importstopp Russland: Kleines Schlupfloch

, erstellt von

Das Verbot für die Einfuhr von Lebensmitteln aus EU-Ländern und einigen anderen Staaten nach Russland besteht weiterhin. Doch hat die Zollbehörde laut Nachrichtenagentur RBC absichtlich ein Schlupfloch gelassen.

Wer Gemüse online nach Russland bestellt, kann den Importstopp zumindest für den Eigenbedarf umgehen. Foto: Fotolia

Zollbehörde lässt Schlupfloch für Eigenbedarf

Im Bericht der Nachrichtenagentur heißt es, dass der Redaktion ein Memo der russischen Zollbehörde in die Hände gefallen sei. In dem Schreiben hält der Absender fest, dass der Online-Handel und somit auch der Import von eigentlich sanktionierten Lebensmitteln zur persönlichen Verwendung nicht untersagt werden. Allerdings wird hier ausdrücklich der Eigenbedarf betont. Händler stoßen nach wie vor an die Grenzen der Sanktionen.

Import über Weißrussland

Als Schlupfloch für den Handel gilt der Import über Weißrussland. Hier werde laut Medienberichten die Ware einfach anderweitig gekennzeichnet und somit sei sie für den Transport nach Russland freigegeben. Doch die Behörden sind dem Treiben auf die Schliche gekommen. Was an Zeiten der Sowjetunion erinnert: Von offizieller Seite wurden nun Telefonhotlines eingerichtet; dort können Händler gemeldet werden, die verbotene Lebensmittel verkaufen.