Grüne Branche

In der Welt der Technik

10. Ausgabe der Fachmesse Baumschultechnik
Es war ein gelungener Branchentreff, und das Gartenbauzentrum in Ellerhoop bot dazu die geeignete Plattform. Die Stimmung auf Europas größter Fachmesse für Baumschultechnik am 23. und 24. August war gut, die Schau der oft hoch spezialisierten Technik beeindruckend.

Und so spiegelte diese Messeausgabe die Arbeit in der Baumschulmoderne wieder: schneller, rationeller, sicherer. Baumschulfachmessen auf Baumschulboden haben ihren eigenen Charakter und Charme. Eine Messe wie in diesem Jahr, mit rund 320 Unternehmen aus 10 Ländern, wäre für eine Baumschule im Kreis Pinneberg nicht mehr tragbar gewesen, wie auch Frank Ostermann, Vorsitzender des Versuchs- und Beratungsrings Baumschulen (VuB), bei der Eröffnung der 10. Baumschultechnik betonte.

Ihren eigenen Charakter behält diese Messe aber auch mit dem Wechsel zum jetzigen Standort: Das Gartenbauzentrum in Ellerhoop erwies sich zum zweiten Mal als passende Plattform für die Vielfalt der Technik, einschließlich der Maschinenvorführungen.Die Aufteilung des Geländes, auch in puncto Parkplätze, erwies sich als gelungen, so dass dem Messestandort breite Zustimmung gewiss war. Und das gerade zur 10. Ausgabe der Fachmesse...

Mit wenig Manpower
viel schaffen
Wie in der Landwirtschaft sind auch die Baumschulbetriebe größer geworden. „Mit wenig Manpower viel schaffen, lautet heute die Devise", so Ostermann. Arbeitskräfte kosten Geld und die schwere Arbeit wie früher sei den Mitarbeitern heute nicht mehr zuzumuten. Doch auch die Technisierung kostet eine Menge Geld. Ostermanns kritische Anmerkung an dieser Stelle: „Ist es nicht an der Zeit, das Produkt Pflanze“, das im übrigen das einzige sei, das CO₂ binde und Sauerstoff produziere, „zu vernünftigen Preisen an den Markt zu bringen? Ohne Pflanzen kein Sauerstoff, kein Leben. Dank der modernen Technik ist den Baumschulen möglich, dieses Grün auch umweltschonend zu produzieren", so der VuB-Vorsitzende.
Beispiele für neue technische Entwicklungen, darunter einige „Weltneuheiten", boten sich den zur Eröffnung geladenen Gästen aus Wirtschaft und Politik beim anschließenden Messerundgang.

Messe 2012: Die größten Innovationen
Eine der Innovationen etwa ist der selbstfahrende Fünf-Reihen-Klemmbandroder, den Baumschuler Frank Stingel aus Albstadt gemeinsam mit dem Schweizer Unternehmen Fobro entwickelt hat und der besonders für Forstpflanzen gedacht ist. Erste Erprobungen im Feld liefen im Frühjahr. Das neue Gerät verbindet laut Stingel die Vorteile eines Beetroders bezüglich des erzielten besseren Wurzelbildes mit den Vorteilen eines Ein-Reihen-Klemmbandroders hinsichtlich der Arbeitswirtschaft. 40 bis 200 cm hohe Pflanzen soll der neue Klemmbandroder roden.

Zur Lockerung der Pflanzen im Boden wird dabei zuerst der bewährte Fobro Beetrüttler eingesetzt. Mit Hilfe von Bändern werden die Pflanzen aus der Erde gezogen und zu den fünf Knüpfern geführt. Die Fahrgeschwindigkeit ist zwischen 0 und 20 km/h wählbar.

Den ganzen Artikel und weitere Informationen zur Messe und den neuen Technologien lesen Sie in der Ausgabe 10/ 2012 Deutsche Baumschule. Informationen auch unter www.baumschultechnik.de.