Grüne Branche

Indega: Auslandsmärkte sind wichtigstes Indega-Ziel

Eine positive Bilanz seiner elfjährigen Präsidentschaft zog Heinrich David bei der Mitgliederversammlung der Interessenvertretung der deutschen Industrie für den Gartenbau (Indega) in Höhr-Grenzhausen. Es sei gelungen, einen Unternehmerkreis zu bilden, der einen intensiven Erfahrungsaustausch zulasse. Das wichtigste Ziel sei nach wie vor, gemeinsam Auslandsmärkte zu bearbeiten.

Schon in der Gründungsphase, so David weiter, sei dies einer der zentralen Punkte gewesen. Es sei darum gegangen, deutschen Produkten im In- und Ausland einen höheren Stellenwert zu geben. Unter diesem Motto hätten 1995 29 Gründungsmitglieder auf der Plantec die Indega vorgestellt.

David, der sein Amt in Höhr-Grenzhausen an Prof. Dr. Matthias Diezemann abgab, betonte noch einmal die gute Zusammenarbeit mit dem Zentralverband Gartenbau (ZVG) und erwähnte dabei insbesondere den anwesenden Ehrenpräsidenten Karl Zwermann. Obwohl es regelmäßig Irritationen bis hin zu dem Vorwurf, die Indega sei ein Gegenverband zum ZVG, gegeben habe, sei es mit Zwermanns Hilfe stets gelungen, einen Konsens zu finden. Er habe die Indega in ihrem Wirken unterstützt. Nicht umsonst sei die Indega deshalb förderndes Mitglied im Zentralverband Gartenbau. Als es 2002 zu dem Beschluss kam, auch industriell arbeitenden Pflanzenfirmen die Mitgliedschaft in der Indega zu ermöglichen, sei deshalb sofort festgeschrieben worden, dass dies nur unter der Voraussetzung geschehen könne, dass diese Unternehmen auch gleichzeitig Mitglied in einem Gartenbauverband seien.

Industrieunternehmen und Pflanzenproduzenten haben nach wie vor das gemeinsame Ziel, sich in die Aktivitäten im Ausland gegenseitig zu unterstützen. Dies zeige sich nicht nur in gemeinsamen Messebeteiligungen, sondern auch in der Arbeit vor Ort. Es sei gelungen, ein Netzwerk aufzubauen, das unterschiedlichste Geschäftsfelder einbeziehe und für die einzelnen Unternehmen hilfreich wirken könne.

Nach Ansicht von David hat dazu ganz entscheidend die Besetzung des Vorstandes beigetragen. "Wir haben Experten aus dem Bereich Technik, Marketing, Medien und Management, die alle ihr Wissen zum Vorteil aller einbringen."

Zur Mitgliederversammlung konnte die Indega drei neue Mitglieder aufnehmen. Damit gehören jetzt 67 Unternehmen der Indega an.

Neu dabei sind Gebrüder Brill Subs-trate aus Georgsdorf, die Erden und Substrate für den Profibereich herstellen. Feinsprühgeräte für Gartenbau und Landwirtschaft sind das Metier von Manthis ULV Sprühgeräte (Geesthacht). Der bekannte Gewächshaushersteller Siedenburger Gewächshausbau (Rhaden) hat als dritter Neuling den Weg in die Indega gefunden. Das Unternehmen ist Hersteller von Produktionsgewächshäusern oder auch Gartencenter-Anlagen.