Grüne Branche

Indega: Neue Fachgruppe Gewächshausbau/Gewächshaustechnik gegründet

Ihr Kick-off-Meeting hatte jetzt die neuinstallierte Indega-Fachgruppe Gewächshausbau/Gewächshaustechnik in Schifferstadt. Ziel des Meetings war es, gemeinsam die wichtigen Themen zu diskutieren und sich auf Themenkomplexe festzulegen, die bearbeitet werden sollen. 

Kick-off-Meeting der neuen Indega-Fachgruppe Gewächshausbau/Gewächshaustechnik. Foto: Indega

Wie Vizepräsident Frank Lock in seiner Begrüßung deutlich machte, ist es ein wichtiges Ziel der Fachgruppenarbeit, die Mitgliedsunternehmen und ihre Führungskräfte stärker in die Arbeit der Interessengemeinschaft der Deutschen Industrie für den Gartenbau (Indega) einzubeziehen. Dieses Signal ist den Angaben zufolge offensichtlich schon im Vorfeld verstanden worden, da einige Unternehmer Mitarbeiter oder die Junioren mitgebracht oder delegiert hatten.

Gleichzeitig sei auch deutlich geworden, dass jeder von einem offenen Erfahrungsaustausch nur profitieren kann, wenn sich alle einbringen und nicht nur einseitig Informationen abschöpfen. Dies fällt bei der sehr heterogenen Mitgliedschaft der Indega in einer Fachgruppe von Unternehmen mit ähnlich gelagerten Interessen leichter, war die vorherrschende Meinung.

Umsetzung von Normen weiter wichtiges Arbeitsfeld
In der anschließenden sehr lebhaften Diskussion äußerten sich laut Indega alle Teilnehmer des Kick-off-Meetings zu ihren Erwartungen und zu den aus ihrer Sicht wichtigen Arbeitsfeldern. Durch Bündeln der eingebrachten Vorschläge kristallisierten sich dabei für den neuen Start mehrere Arbeitsfelder heraus, zu denen die Indega Stellung beziehen will. Darunter ist nach Angaben der Interessengruppe weiterhin die wichtige Arbeit zur Umsetzung der europäischen Gewächshausbaunorm in Deutschland, ergänzt durch Fragen zur Energieeffizienz-Verordnung.

Klärungsbedarf zum Thema Dachgewächshäuser
Des Weiteren sieht die Indega Klärungsbedarf bei den vermehrt zu registrierenden Anfragen zu Dachgewächshäusern im Zuge der Urban Gardening-Diskussion. „Wir sind mit unseren Mitgliedsbetrieben sicher der richtige Ansprechpartner für solche Anliegen“, betont Indega-Präsident Prof. Dr. Matthias Diezemann, „aber wir müssen hier zunächst einmal sehr viel Aufklärungsarbeit leisten.“

Um konkrete technische Lösungen geht es bei Fragestellungen zur sparsamsten Bewässerung oder zu neuartigen Produktionsverfahren, auch in geschlossenen Kulturräumen. Hier wollen die Indega-Mitglieder ihren Sachverstand besser bündeln, um gemeinsam praxistaugliche und wirtschaftliche Lösungen anzubieten.

Wie wirtschaftliche, praxistaugliche und zum Teil auch einfache Lösungen aussehen können, schauten sich die Teilnehmer in Schifferstadt bei einer Führung durch die Foliengewächshäuser des Zineg-Projektes mit Prof. Dr. Joachim Meyer und Prof. Dr. Karl Schockert an. Die überzeugenden Ergebnisse müssten nun breiten Einzug in die Praxis halten, darüber waren sich die Indega-Mitglieder einig. Sie sehen es als ihre Aufgabe an, an diesem Wissenstransfer mitzuwirken.

Bei der abschließenden Wahl des Fachgruppensprechers fiel die Entscheidung einstimmig für Thomas Hain, Geschäftsführer der RAM-Group (Herrsching). Damit wurde der Wunsch des Präsidiums erfüllt, als Sprecher bewusst kein Präsidiumsmitglied zu wählen. Die direkte Verankerung der Fachgruppe im Präsidium ist durch den Stellvertreter Wolfgang Kräss, Schatzmeister der Indega, sichergestellt.

Insgesamt zogen die Teilnehmer eine positive Bilanz und lobten die ausgesprochen gute und freundschaftliche Atmosphäre, die zu einem sehr kreativen und konstruktiven Arbeitstreffen geführt habe. Dies bestätigten auch Neumitglieder, die bisher noch nicht aktiv in die Arbeit eingebunden waren. Laut Indega sind weitere Interessenten immer willkommen. Erste Informationen gibt es auf der Indega-Webseite oder per E-Mail: info(at)indega.de. (ts/ind)