Infarm kooperiert mit Wageningen

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

Der Vertical-Farming-Spezialist Infarm hat die Zusammenarbeit mit Wageningen University & Research bekannt gegeben. Foto: Infarm/ Die Photodesigner

Der Spezialist für vertikalen Anbau Infarm hat bekannt gegeben, dass man eine Kooperation mit der niederländischen Forschungseinrichtung Wageningen University & Research (WUR) eingegangen ist, um in einem mehrjährigen gemeinsamen Programm die Ressourceneffizienz der Produktion von Nahrungsmittelpflanzen in vertikalen Farmen zu untersuchen.

Forschungsprojekt an Hydrokultur-Tomaten

Die Weltbevölkerung befindet sich in einem stetigen Wachstum, wodurch auch immer mehr Lebensmittel benötigt werden. Somit wird auch immer mehr Platz für den Anbau von gesunden, frischen Produkten benötigt. An diesem Punkt setzt das laut eigener Aussage weltweit größte Cloud-vernetzte Vertical-Farming-Netzwerk Infarm an. Der vertikale Anbau von Nahrungsmitteln befindet sich demnach ebenfalls in einem stetigen Wachstumsprozess. Um zu untersuchen, wie die vertikale Produktion optimiert und gleichzeitig Geschmack, Nährwert und Ertrag von angebauten Hydrokultur-Tomaten maximiert werden können, arbeitet Infarm fortan mit WUR zusammen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werde Infarm die Gesamtkosten für die Durchführung von drei zusammenhängenden Projekten während der nächsten vier Jahren übernehmen und zwei Doktoranden und einen Post-Doktoranden am WUR finanzieren. Darüber hinaus wird das Crop-Genetics-Team von Infarm einen Standort auf dem Campus der WUR einrichten.

Zentrale Inhalte des Forschungsprojekt

Das Forschungsprogramm bestehe demnach aus drei miteinander verknüpften Forschungsprojekten, die jeweils von einem promovierten Forscher an der WUR betreut werden. Bei den Arbeiten werden modernste Sensoren und Scanner eingesetzt, um die Wachstumsrate, den Gesundheitszustand und den Nährstoffgehalt von Tomaten zu bewerten. In zwei Projekten wird die Effizienz des Lichteinfalls und der Lichtverteilung bei Tomaten, die in einem hydroponischen Anbausystem wachsen, mit Hilfe eines innovativen 3D-Scan-Verfahrens untersucht. Diese Maßnahmen, bei denen eine Vielzahl von Faktoren wie die physikalischen Eigenschaften der Tomaten und die optimale Lichtmenge untersucht werden, werden es Infarm ermöglichen, die Tomatenproduktion in seinen Großanbauanlagen auf globaler Ebene zu steigern. So könne die Nachfrage von Verbrauchern nach frischen Tomaten das ganze Jahr über nachgekommen werden.

„Qualität der Tomatenernte verbessern"

„Dieses bahnbrechende Forschungsprogramm mit Infarm wird zu neuen Erkenntnissen über die Wechselwirkungen zwischen Pflanze und Umwelt, die Pflanzenphysiologie, die mathematische Modellierung und die Sensortechnologie führen. Für Wageningen University & Research ist diese Partnerschaft mit Infarm eine fantastische Gelegenheit, experimentelle Ergebnisse zu operationalisieren, da die Forschungsumgebung die Wachstumsumgebung darstellt. Die von Infarm und der WUR gesammelten Daten und Erkenntnisse werden daher unmittelbar zur Verbesserung des Ertrags und der Qualität der Tomatenernte eingesetzt werden können, während gleichzeitig Ressourcen wie Wasser und Energie gespart werden, was enorme Auswirkungen auf die gesamte vertikale Landwirtschaft haben wird“, erklärt Prof. Dr. Leo Marcelis, Leiter der Forschungsgruppe Gartenbau und Produktphysiologie an der WUR. „Durch die Partnerschaft mit dem renommierten Lehrstuhl für Gartenbau und Produktphysiologie an der WUR ist Infarm mit dem Zentrum globaler Innovation für Gartenbauforschung verbunden. In enger Zusammenarbeit mit den Forschern des WUR wird das Crop Science Team von Infarm Wege finden, die Gesamtkosten zu senken und gleichzeitig die Qualität der Tomatenernte in den Growing Centern von Infarm zu verbessern. Ziel ist es, den Verbrauchern qualitativ hochwertige Tomaten mit besserem Geschmack, mehr Vielfalt und höherem Nährwert zu einem erschwinglichen Preis anzubieten, die das ganze Jahr über vor Ort angebaut werden“, ergänzt Guy Galonska, Mitbegründer und Chief Technology Officer von Infarm.

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