Grüne Branche

Infrastruktur schaffen: Ladelösungen für Elektro-Zweiräder

„Das Mobilitätsverhalten der Menschen ist im Umbruch und Städte und Gemeinden profitieren vom wachsenden Trend zu Fahrrädern, E-Bikes und Pedelecs“, sagt Christoph Ziegler, Vorstand der E. Ziegler Metallbearbeitung AG. Rund 1,3 Millionen Elektroräder seien nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV) aktuell auf deutschen Straßen unterwegs. In den nächsten Jahren kämen geschätzt rund 600.000 E-Bikes und Pedelecs pro Jahr hinzu. 

Diese neue Form von Mobilität erfordere einen Ausbau der Infrastruktur, darin seien sich alle Experten einig. Noch in den Kinderschuhen stecke nach Beobachtungen des Spezialisten für Außenanlagen und Stadtmöblierung allerdings bisher die Ladeinfrastruktur. Dabei würden sich Ausgaben für die Verbesserung der Rad-Infrastruktur auch angesichts knapper Kassen lohnen.

Die meisten Hersteller würden das Laden nur in trockenen Räumen gestatten. Eine Steckdose im Freien reiche hier nicht aus und führe schnell zu Materialschäden und ernsthaften Problemen im Hinblick auf Brandschutz und Versicherung. Um Planern einen Überblick zu den Herausforderungen und dem Stand der Technik in Bezug auf das Laden im öffentlichen Raum zu geben hat die Ziegler AG unter dem Titel „Mobilität braucht Infrastruktur“ eine Broschüre herausgegeben, die über die Website kostenlos bestellt werden kann.

Zusammen mit erfahrenen Partnern aus der Fahrradindustrie hat Ziegler intensiv an flexiblen und zukunftsfähigen Lösungen gearbeitet. Im erwähnten Fachmagazin, das sich an Planer und Entscheider in Städten, Kommunen, Institutionen und Unternehmen richtet, werden erstmals alle Produkte vorgestellt.

So bietet Ziegler unter dem Namen Velo-Connector modular erweiterbare Systeme wie Ladeboxen, Schließanlagen und Bikeboxen, mit denen sich Abstellen und Laden sicher verbinden lassen. Ergänzt werde das Angebot durch eine komplexe Softwarelösung, die bei Bedarf die Verwaltung kompletter Flotten- und Verleihsysteme ermögliche.

Als Pilotprojekt befindet sich zudem ein zusammen mit Abus im Verein EnergyBus entwickeltes „Ladeschlosskabel“ kurz vor der Marktreife. Es verknüpft Abschließen und Laden und verbindet dies mit einer zusätzlichen Alarmfunktion. (ts)