Grüne Branche

Innenraumbegrünung: Sechste Hallenschau bot Anregungen für den "Garten im Haus"

Wussten Sie schon, dass der Blattquerschnitt einer Dracaena fast die exakte geometrische Form einer Kannelure hat? Nein? Sicher wussten Sie schon, dass man die flachrunden Vertiefungen bei den antiken Säulen als Kanneluren bezeichnet. Wenn nicht, hätten Sie diese Information auf der sechsten Hallenschau Innenraumbegrünung am Stand von Decker/Herrmannsdörfer erfahren. Spannend gestalten, war die Prämisse für Jürgen Herrmannsdörfer (Würzburg), und das ist ihm mit diesem naturwissenschaftlich-philosophischen Ansatz seines Ausstellungsbeitrages gelungen. Die Besucher blieben vor den Dracaenen in den Säulengefäßen stehen und studierten eifrig die davor platzierten Erklärungen, was die Ausstellung ihnen zu sagen hatte. Wer in seinem Leben noch nicht an Griechenlands antiken Stätten weilte, konnte hier seinen Nachholbedarf stillen. Antike Säulen waren auf den Erklärungen abgebildet. Fünf klassische Säulenordnungen sind das wichtigste Gliederungssystem der antiken und neuzeitlichen Architektur, so die Info, von der Renaissance bis zum frühen 20. Jahrhundert. Die korinthische Ordnung als jüngste der drei antiken Baustile findet sich, erfuhren die Besucher, in dem Säulengefäß Cilindro wieder, das gerne für die Hydrokultur eingesetzt wird. Gemeinsamkeit aller antiken Säulen sind die vertikal verlaufenden, flachrunden Vertiefungen, die so genannten Kanneluren, die sich wiederum im Blattquerschnitt einer Dracaena wiederfinden … Eine besondere Geschichte, die Herrmannsdörfer für das Marketing recherchierte. Sie macht die lange bekannte Dracaena auf ganz andere Weise plötzlich wieder spannend und interessant.