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Innovationspreis Gartenbau vergeben

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Wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mitteilte, wurde vergangene Woche der Innovationspreis Gartenbau verliehen. In den drei Kategorien Pflanzen, Technik und Kooperation/Betriebsorganisation/Unternehmenskonzepte gab es drei Unternehmen, die sich über die Auszeichnung freuen durften.

Innovationen im Gartenbau ausgezeichnet – Deutscher Innovationspreis Gartenbau 2019: (v. l.) Andreas Löbke, Franz-Josef Scheuer, Jean-Claude Muller (Kategorie Kooperation/ Betriebsorganisation/ Unternehmenskonzepte); Jörg Reischl (Kategorie Technik); PStS Hans-Joachim Fuchtel BMEL, Blumenfee 2019/20 Annika Stroers; Andreas Pellens, Vivian Pellens (Kategorie Pflanze); ZVG-Präsident Jürgen Mertz. Foto: ZVG/ Batriks

Innovationspreis Gartenbau wird seit 1997 vergeben

Im Rahmen des Deutschen Gartenbautags des Zentralverband Gartenbau (ZVG) auf der  Bundesgartenschau in Heilbronn (BUGA) verlieh der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung Hans-Joachim Fuchtel den Innovationspreis Gartenbau 2019 und ehrte die Siegerunternehmen. Seit 1997 vergibt das BMEL den Innovationspreis Gartenbau an Unternehmen, die mit innovativen Ideen und beispielgebenden Leistungen überzeugen konnten. Eine Jury bewertete Unternehmen nach den Kategorien innovative Qualität, Bedeutung der Innovation innerhalb der Gartenbauwirtschaft, praktische Anwendung, Marktchancen und Modellcharakter für andere Betriebe. Die Preisträger erhielten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. Dabei betonte Fuchtel laut Mitteilung des Ministeriums die Innovationskraft des Gartenbaus im Allgemeinen, als auch die Vorbildwirkung für die Branche.

Innovationspreis Gartenbau der Kategorie Pflanzen

Gewinner in der Kategorie Pflanzen ist die Firma Pellens Hortensien, in Geldern (Nordrhein-Westfalen), für ihre farbstabilen Hortensien-Mixtöpfe unter dem Markennamen "Colour Club". Einen Mixtopf zu produzieren sei laut Mitteilung kein leichtes Unterfangen, da die Pflanzen unter identischen Kulturbedingungen synchron produzierbar sein müssen. Die Jury war der Ansicht, dass Verbraucher mit dem Colour Club eine langlebige Topfpflanze mit attraktiver Farbzusammenstellung und Farbstabilität erhalten.

Innovationspreis Gartenbau der Kategorie Technik

In der Kategorie Technik verlieh Fuchtel dem Gartenbaubetrieb Jörg Reischl aus Duderstadt (Niedersachsen) für das Projekt "EMMA – Selbstfahrende Ameise für ein Mobiltischsystem" den Innovationspreis. Um den innerbetrieblichen Transport zu vereinfachen, entwickelte man bei Reischl die selbstfahrende Ameise „EMMA“, die Roll- und Mobiltische automatisiert bewegen kann. Das System sei einfach und preiswert und könne ohne großen Aufwand in Betriebsabläufe integriert werden.

Preisträger Kooperation / Betriebsorganisation / Unternehmenskonzepte

Der dritte und letzte Preis ging in der Kategorie Kooperation / Betriebsorganisation / Unternehmenskonzepte an die R.O.L.T. – Region Obst Luxemburg/Trier EWIV in Bekond (Rheinland-Pfalz), für das Projekt "Eist Uebst a Geméis". Bereits vor 15 Jahren schlossen sich Obstbauern aus der Region Trier und Luxemburg zu einer Vermarktungskooperation zusammen. Unter dem Moselfränkischen Label „Eist Uebst a Geméis“ werden Produkte im Einzelhandel des Dreiländerecks vermarktet. Produktion, Handel und Beratung arbeiten eng zusammen, um in der hochkonzentrierten Lebensmittelbranche einen alternativen Vermarktungskanal zu betreiben, von dem alle Beteiligten, von der Produktion bis zum Verbraucher, profitieren.

Beste deutsche Nachwuchsgärtner geehrt

Im Anschluss an die Preisverleihung ehrte Fuchtel noch die besten Nachwuchsgärtner. Bereits zum 31. Mal veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner gemeinsam mit dem Zentralverband Gartenbau den Berufswettbewerb für junge Gärtnerinnen und Gärtner. Fuchtel zeigte sich dabei beeindruckt von der Motivation und der Leistung des Berufsnachwuchses.