Grüne Branche

INOQ-Mykorrhiza: verbessertes Wachstum

Die Lebensgemeinschaft von Pflanzen mit Pilzen im Boden wird als Mykorrhiza bezeichnet. Die Pilze liefern dabei durch ihr Hyphengeflecht Nährstoffe wie Phosphate und Nitrate aus dem Boden und machen das Wasser leichter verfügbar. Andererseits erhält der Pilz von der Pflanze lebensnotwendige Kohlenhydrate. 

Muster der Mykorrhiza-Pilze. Foto: Gugenhan

Unterschiedliche Pflanzenarten benötigen verschiedene Mykorrhiza-Pilze, da sie auch in der Natur in unterschiedlichen Formen vorkommen. Im Wesentlichen wird zwischen drei verschiedenen Pilzgruppen unterschieden:

  • Endomykorrhiza-Pilze, die in die Pflanzenwurzeln vor allem von krautigen Pflanzen und vielen Laubbaumarten eindringen. Die Endomykorrhiza-Pilze sind mikroskopisch klein und mit dem bloßen Auge nicht zu sehen.
  • Ektomykorrhiza-Pilze finden sich bei vielen Baumarten, besonders bei den Nadelgehölzen. Diese Pilze bilden ein dichtes Hyphengeflecht um die Baumwurzel herum und bilden im Herbst häufig Fruchtkörper aus. Im Boden bleiben sie jedoch unsichtbar und sorgen für die optimale Nährstoffversorgung der Gehölze.
  • Eine spezielle Form von Endomykorrhiza sind Ericoide Mykorrhiza-Pilze. Diese findet man nur bei Pflanzen der Familie der Ericaceae, wobei speziell die Erika und Calluna, aber auch Rhododendren, Azaleen und Vaccinium Partner dieser Pilze sind.

 

Auch Orchideen sind auf spezielle Mykorrhiza angewiesen, während Pflanzenarten wie die Familien der Gänsefuß-, Kreuzblüten- und Sauergrasgewächse nicht mykorrhizierbar sind.

Die INOQ-GmbH(Schnega) produziert und liefert Mykorrhiza-Pilze für unter anderem Profi- und Hobbygärtner, Baumschulen sowie den Garten- und Landschaftsbau. Im Produktionsgartenbau werde mit den Endomykorrhiza-Produkten die Entwicklung und Blühfreude der Pflanzen gefördert, die Toleranz gegenüber Krankheiten und Schädlingen gesteigert und die Bewurzelung von Stecklingen deutlich verbessert.

Ähnliches gelte für den Garten- und Landschaftsbau, wobei durch diese Pilze auch widrige Witterungsbedingungen besser toleriert würden und die Bodenstruktur verbessert werden könne. Im Golfrasen- und Sportplatzbau könnten durch entsprechende Mykorrhiza-Produkte unerwünschte Grasarten unterdrückt und das Wachstum der Gräser gefördert werden. Auch die Toleranz gegenüber Trockenstress werde deutlich verbessert.

Alle Produkte sind gemäß der EG-Öko-Durchführungs-VO 889/2008 im Ökolandbau zugelassen. (gug)