Grüne Branche

Insolvenzverfahren läuft: Kettler in der Krise

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Um die feindliche Übernahme durch einen Finanzinvestor zu verhindern, hat der Gartenmöbel- und Sportartikel-Hersteller Kettler jetzt Insolvenz angemeldet. Im Zuge des in Eigenverantwortung durchgeführten Verfahrens will sich das Familienunternehmen gleichzeitig neu ausrichten.

Auf der spoga+gafa 2014 hat Kettler unter anderem die Gartenmöbel-Serie „Happy“ vorgestellt. Foto: Katharina Adams

Geschäftsbetrieb soll uneingeschränkt weitergehen

Wie Kettler dazu in einer Pressemitteilung bekannt gibt, soll der operative Geschäftsbetrieb trotz des eingeleiteten Insolvenzverfahrens uneingeschränkt weitergehen – im Rahmen der vom Gericht genehmigten Eigenverwaltung. Insbesondere sollen die Kunden des Unternehmens weiterhin ihre Ware „in bewährt guter Qualität“ erhalten, heißt es.

Als Insolvenzverwalter fungiert Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger von der interanationalen Anwaltskanzlei White & Case. Zur weiteren Unterstützung in der geplanten Neuausrichtung hat Dr. Karin Kettler, Alleingesellschafterin der Kettler-Gruppe, zudem Christian Krause zum Chief Restructuring Officer berufen.

Das 1949 im sauerländischen Ense gegründete Traditionsunternehmen beschäftigt derzeit rund 1.100 Mitarbeiter. Zu den herausragenden Innovationen von Kettler zählen unter anderem das weltweit erste Aluminium-Fahrrad und die erste wetterfeste Aluminium-Tischtennisplatte.