Grüne Branche

Internationale Ulmenkonferenz in Florenz

In Deutschland ist es um die Ulme wieder ruhig geworden. Die Holländische Ulmenkrankheit grassiert weiter, wird als naturgegeben hingenommen. Gelegentlich sind Neupflanzungen zu sehen, nennenswerte Forschung ist nicht bekannt geworden. Ganz anders sieht es im Süden Europas aus. 

Die Ulme 'San Zanobi' ist eine der jüngeren italienischen Züchtungen. Foto: Dr. Gordon Mackenthun

Aus Italien kamen in den letzten zehn Jahren gleich vier neue, hochresistente Ulmensorten auf den Markt, so Ulmenexperte Dr. Gordon Mackenthun. Man habe dort erkannt, dass Ulmen in Zeiten des Klimawandels die ideale Baumart für Städte sind.

Kein Wunder, dass die dritte Internationale Ulmenkonferenz vom 9. bis 11. Oktober im italienischen Florenz stattfinde. Erwartet werden die Altmeister der Ulmenforschung und Ulmenzüchtung wie Eric Collin aus Frankreich und Hans Heybroek aus den Niederlanden. Von jüngeren Forscherinnen und Forschern sind Beiträge zum Stand der Erkenntnisse zu erwarten.

Neben der Züchtung resistenter Sorten sind vor allem Fragen des Managements für die tägliche Arbeit wichtig. Andererseits werden sicher auch neue Herausforderungen wie die explosionsartige Ausbreitung der Ulmenblattwespe diskutiert werden. (bo/ma)