Grüne Branche

Internationaler Drogentransport in Blumen-LKWs aufgedeckt

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Niederländischen, norwegischen und finnischen Behörden ist ein Schlag gegen internationalen Drogenschmuggel gelungen. Am Mittwoch nahmen niederländische Polizeibeamte vier Verdächtige fest, denen vorgeworfen wird, Drogen versteckt in Blumentransporten über internationale Grenzen geschmuggelt zu haben.

Versteckt in Blumentransporten mit LKWs schmuggelten die vier Verdächtigen Drogen in großem Stil nach Skandinavien. Foto: A Beijeman/ Pixabay

Internationaler Drogenring aufgedeckt

Die Polizei hat am Mittwoch vergangener Woche insgesamt vier Verdächtige festgenommen, die mit mehreren Drogenschmuggel-Aktionen in Zusammenhang gebracht werden. Die Drogen hatten vor allem Skandinavien als Zielland gehabt, heißt es von Seiten der niederländischen Staatsanwaltschaft. Es wird vermutet, dass die Drogen in Lastwagen geschmuggelt wurden, die Blumen über die Grenzen nach Skandinavien transportiert haben. Die Staatsanwaltschaft der Niederlande habe in diesem Fall eng mit der Polizei, den Gemeinden und auch der Royal Flora Holland zusammengearbeitet, die an einem Projekt, um den Blumenzuchtsektor widerstandsfähiger gegen subversive Kriminalität wie Drogenschmuggel zu machen, teilnehmen.

Anklagen und Auslieferungen der Verdächtigen

Im Zuge der Festnahmen wurde ein 42-jähriger Mann aus Leidschendam in den Niederlanden angeklagt. Er wurde am Freitag vergangener Woche vom Haftrichter in Gewahrsam genommen und wird mindestens für 14 Tage in Haft bleiben. Des Weiteren wurde ein 34-jähriger Mann aus Katwijk in Norwegen festgenommen. Die Niederlande haben Norwegen indes um seine Auslieferung gebeten. Die beiden anderen Verdächtigen (45 und 54 Jahre aus Noordwijk) befinden sich ebenfalls in Haft. Hier habe Finnland um ihre Auslieferung gebeten, da sie dort strafrechtlich verfolgt werden. Laut niederländischer Staatsanwaltschaft seien weitere Verhaftungen nicht ausgeschlossen.

Nachrichtenübermittlung überführt Kriminelle

Ein niederländischer LKW-Fahrer, der ebenfalls in die Schmuggel-Aktionen involviert gewesen sein wurde bereits an Finnland ausgeliefert. Dort wird er zusammen mit einem weiteren niederländischen Staatsangehörigen wegen einer Vielzahl von Drogentransporten angeklagt. Die Ermittler kamen den Verdächtigen über die Nachrichtenplattform EncroChat auf die Spur. Da EncroChat vorwiegend von Mitgliedern organisierter Kriminalität zur Planung und Durchführung ihrer Aktivitäten genutzt wurde, leitete Europol bereits zwischen März und Juni 2020 ein Ermittlungsverfahren gegen das Netzwerk ein und infiltrierte dieses, weshalb EncroChat den Geschäftsbetrieb mittlerweile auch eingestellt hat. Über EncroChat verschickte Nachrichten spielten bei der Verhaftung der vier Verdächtigen eine große Rolle und überführten diese.

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